zur Navigation springen

Tierschutz Güstrow : Startschuss für Katzenhaus gefallen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Zwei Jahre Planung und Hürden – nun konnte aber endlich der Bau der neuen Katzenauffangstation des Tierschutzvereins beginnen.

von
erstellt am 28.Feb.2017 | 21:16 Uhr

Mit Tränen in den Augen blickt Carmen Lahl auf die Baugrube die vor ihr ausgehoben daliegt. Hier wird in wenigen Monaten das neue Katzenhaus des Güstrower Tierschutzvereins entstehen – eine Auffangstation mit Quarantäneraum, drei gefliesten Räumen für die Tiere, Sanitäranlagen und ein Aufenthaltsraum für die ehrenamtlichen Helfer des Vereins. „Mehr als zwei Jahre haben wir kämpfen müssen – teils gegen massive Widerstände“, spricht die Vereinsvorsitzende einen erbitterten Rechtsstreit mit einem Anlieger an. Doch nun sei sie glücklich, dass es endlich losgehe und ihre Schützlinge – hoffentlich schon im Herbst – in ihr neues Domizil einziehen können. Das alte Katzenhaus war nach zwölf Jahren intensiver Nutzung heruntergewirtschaftet und reif für den Abriss.

240 000 Euro an Fördermitteln konnten die Tierschützer beim Land für ihr Projekt einwerben. „10 Prozent sind Eigenmittel – unseren vielen Unterstützern können wir gar nicht genug danken“, spricht Carmen Lahl ein großes Lob an die zahlreichen Spender aus. Das neue Katzenhaus auf dem Grundstück in der Langen Stege entspreche später allen „baulichen, tierschutzrechtlichen und seuchenhygienischen Anforderungen“, macht Carmen Lahl deutlich. Das sei ein großer Gewinn auch für die Gesundheit der Samtpfoten.

„Alle Neuzugänge können dann erst einmal 14 Tage in die Quarantäne – so wird die Ansteckungsgefahr unter den Tieren minimiert und das alle Räume gefliest sein werden, macht zusätzlich eine Desinfektion möglich“, erklärt Lahl.

Nachdem am Montag bereits die Baugrube für die Bodenplatte ausgehoben wurde, begannen heute die Arbeiten für die Auffangstation. „Das ist ein Traum, der jetzt für uns in Erfüllung geht“, sagt Tierschützerin Carola Franke und Mitstreiterin Carola Mälzer fügt hinzu: „Das wird eine enorme Verbesserung für unsere ehrenamtliche Arbeit hier vor Ort.“ Es sei die Basis für ihre Arbeit, macht Carmen Lahl indes deutlich und fügt hinzu: „Das hätte schon viel früher passieren müssen.“

Eine Schrecksekunde hatten die drei Frauen heute dennoch zu überstehen. Das Grundwasser drückte von unten und führte dazu, dass sich Wasser in der Baugrube sammelte. Doch mit einer Pumpe konnten die Bauleute schnell Abhilfe schaffen. Aufgrund des unzureichend tragfähigen Bodens startet die Baumaßnahme zunächst mit einer Pfahlgründung. „Das kostet uns 40 000 Euro mehr als geplant – und jeder Euro weniger im Budget bedeutet ein Sparen am Innenausbau“, erklärt Carmen Lahl, die weiter auf Spenden für ihren Traum vom neuen Katzenhaus in Güstrow hofft.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen