Laage : Startklar für HLF 20

Freude auf alle Seiten: Wehrführer Mirko Nickel, Innenminister Lorenz Caffier, Bürgermeister Holger Anders, Landrat Sebastian Constien und Landtagsabgeordneter Torsten Renz (v.l.).
Freude auf alle Seiten: Wehrführer Mirko Nickel, Innenminister Lorenz Caffier, Bürgermeister Holger Anders, Landrat Sebastian Constien und Landtagsabgeordneter Torsten Renz (v.l.).

Innenminister Lorenz Caffier übergab in Laage Fördermittelbescheid für neues Feuerwehrfahrzeug.

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24. November 2019, 05:00 Uhr

Erwartungsvolle Stille am riesigen Tisch mit Schnittchen und kleinen süßen Kalorienbomben im Schulungsraum des Laager Feuerwehrhauses. Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) ist nicht jeden Tag bei den Kameraden in Laage zu Gast. Der gewichtige Grund seines Kommens: Ein Fördermittelbescheid über 133 000 Euro vom Land soll die Anschaffung eines Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeuges (HLF 20) sichern. 100 000 Euro steuert der Landkreis Rostock bei. 167 000 Euro muss die Stadt Laage aufbringen.

Zwölf Jahre ist es her, dass die Wehr erstmals bei der Stadt anmerkte, dass ein Vorausrüstfahrzeug, das bei Verkehrsunfällen zum Einsatz kommt, ersetzt werden müsste. „Das alte Fahrzeug ist nicht mehr sinnvoll“, erklärt Wehrführer Mirko Nickel. Es könne nur drei Kameraden an Bord nehmen. Das HLF 20 mit 1600 Litern Wasser an Bord gehöre in eine ganz andere Kategorie und entspreche mehr dem Aufgabengebieten der Wehr, so Nickel.

Die Laager Wehr ist aktuell eine Stützpunktfeuerwehr und wird voraussichtlich künftig als eine Wehr mit Sonderaufgaben eingestuft werden, wie Innenminister Caffier es formulierte. Das ZF-Airbagwerk, der Flughafen und die Autobahnnähe bestimmen das besondere Aufgabenfeld der Wehr. Caffier: „Es ist unsere Pflicht für die technische Ausrüstung zu sorgen.“ Er verweis auf das 50-Millionen-Euro-Paket für die Ausstattung von Feuerwehren im Land und unterließ es ein weiteres Mal nicht, seinen Unmut über die rasant steigenden Preise für Feuerwehrautos, Drehleitern und so weiter zu schimpfen. Er kündigte an, dass das Land künftig darauf schauen werde, dass bei den Ausschreibungen für neue Fahrzeuge die Unterlagen in den Ämtern erstellt werden und nicht an Dritte vergeben werden, was die Sache noch teurer machen kann. In Laage nicht das Problem: Los eins bis drei der europaweiten Ausschreibung haben die Kameraden bereits erarbeitet. „60 Stunden Arbeit“, merkte Nickel an und fügte hinzu: „Wir sind bereit und voller Tatendrang auch jeden weiteren Schritt zu gehen, um an das neue Fahrzeug zu kommen.“ Übrigens: Die Laager Wehr ist mit 44 Kameraden und 20 Mitgliedern in der Kinder- und Jugendwehr gut gerüstet, informiert Wehrführer Nickel nicht ganz ohne Stolz.

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