Sanierung des Güstrower Schlossgartens : Startklar für Buchs und Lavendel

Friedrich-Wilhelm Garve ist mit dem Fortgang der Arbeiten bisher zufrieden.regina mai
Friedrich-Wilhelm Garve ist mit dem Fortgang der Arbeiten bisher zufrieden.regina mai

Der Projektleiter für die Sanierung des Güstrower Schlossgarten Friedrich-Wilhelm Garve freut sich auf den November. Der Grund: Dann kann mit der Bepflanzung des Lustgartens begonnen werden.

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19. Oktober 2012, 07:07 Uhr

Güstrow | Zufriedenheit macht sich auf dem Gesicht von Friedrich-Wilhelm Garve breit, als der durch den Laubengang schreitet. "Die Hainbuchen treiben nach dem radikalen Schnitt wunderbar aus", freut sich der Projektleiter für die Sanierung des Güstrower Schlossgartens. Auch mit dem Fortgang der Arbeitern bei der Anlage der Beete ist er zufrieden. Anfang November, so denkt Garve, kann mit der Bepflanzung des Lustgartens begonnen werden.

Damit liege man im Zeitplan, sagt der Projektleiter. Das Anlegen der neun Beete sei eine sehr aufwendige Sacher. Alles solle wieder so hergestellt werden wie es in den 1970er-Jahren angelegt worden war. "Die Beete wurden vorher genau vermessen. Quartier für Quartier wird jetzt wieder so hergestellt", erklärt Garve. Dabei seien z.B. 2,5 Kilometer Borden zu verlegen. Mit alten Bordsteinen werden die Quartiere eingefasst. Füt mehr reiche es nicht. Die Beete erhalten neue Steine als Umrandung und ein Pflanzsubstrat, dass normalerweise für Dachgärten verwendet wird, berichtet der Landschaftsarchitekt. Blähton und Lavaschiefer sollen dafür sorgen, dass der Boden Wasser hält und sich der künftige Pflegeaufwand - gießen - in Grenzen hält. Als letztes wird das Ornamentbeet in Herzform in der Mitte wieder aufgebaut, berichtet Grave. Danach könne mit der Bepflanzung begonnen werden. Das Gros der Pflanzen soll noch in diesem Jahr in den Boden kommen. Allein 35 000 Buchsbaumpflanzen stehen im Plan. Dazu kommen Lavendel, Liguster und Apfelbäume, die auch in den 1970er-Jahren schon im Mittelpunkt jedes Beetes geplant, aber nie gepflanzt wurden. Sie stehen seither im Bereich der alten Schlossgärtnerei und tragen in diesem Jahr reichlich rote Früchte. Auf eine Ernte möchte man künftig verzichten, deshalb werden Zieräpfel gepflanzt. Sie sollen später die Höhe des Laubenganges erreichen, erzählt der Projektleiter. "Ich bin gespannt darauf, wie sich der Raumeindruck des ganzen Gartens durch die Äpfelbäume verändert", fügt Garve hinzu.

Im Park-Teil des Schlosses zur Gleviner Straße hin werden im nächsten Jahr die Gebäude (Garagen, Gärtnerei, Trafohäuschen) abgerissen. Hier entsteht ein Landschaftsgarten mit geschwungener Wegeführung und einem Aufenthaltsbereich mit Freitreppe am Wasser. Im Gegensatz zum formalen Lustgarten wird der Bereich sehr naturnah gestaltet. Insbesondere macht Garve darauf aufmerksam, dass dort, wo jetzt das Trafohäuschen steht, ein neuer Eingang in den Schlossgarten entsteht. Reste der historischen Einfassungsmauer zu beiden Seiten bleiben erhalten.

Im Pausengarten - gemeint ist der idyllische Hintereingang zum Schloss - soll die Aufenthaltsqualität verbessert werden. Gerade, so lässt Grave wissen, habe man mit der Denkmalpflege über die Ausstattung (Bänke und Papierkörbe) geeinigt. Und zuletzt ist auch noch die Mauer am Schlossberg zu sanieren. Bevor es so weit ist, wird längst das Jahr 2014 geschrieben.

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