Alte Domschule : Start erst nach den Herbstferien

So gut wie fertig sind die Klassenräume. Andy Gurtowski erledigt letzte Elektroarbeiten.
So gut wie fertig sind die Klassenräume. Andy Gurtowski erledigt letzte Elektroarbeiten.

Stadt Güstrow will Sanierung der alten Domschule bis Schuljahresanfang abschließen / Landkreis wartet auf Schulmöbel

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17. Juli 2014, 06:00 Uhr

Die alte Domschule und ihr deutlich jüngerer Anbau werden zum Schuljahresbeginn fertig, versicherte gestern Jane Weber, Leiterin des Stadtentwicklungsamtes in Güstrow. Doch erst nach den Herbstferien wird der Schulbetrieb dort aufgenommen, bestätigte Landkreis-Dezernet Rainer Boldt. Bisher war stets die Rede davon, dass das Schulhaus III des Gymnasiums mit Schuljahresbeginn in Betrieb geht.

Boldt nennt zwei Gründe für die Verzögerung. Zum einen habe die Stadt, die das Schulhaus saniert und an den Landkreis als Schulträger des Brinckmangymnasiums vermietet, signalisiert, dass der Fahrstuhl Ende August noch nicht betriebsbereit sein werde. Zum anderen würde die Ausstattung – Aufgabe des Landkreises – noch nicht zur Verfügung stehen. „Wir konnten die Leistung erst nach Haushaltsgenehmigung durch den Innenminister im Juni ausschreiben“, erklärt Boldt. Der Landkreis-Dezernent verweist auf lange Lieferzeiten bei den Schulausstattern. Von Seiten der Schule sei signalisiert worden, dass man keine Halbheiten wünsche, sondern in ein fertiges Objekt ziehen möchte, auch wenn sich damit der geplante Einzug um sechs Wochen verzögere. „In den Herbstferien wird das neue Schulhaus eingeräumt. So ist es mit der Schule abgestimmt“, betont Boldt.

Die Klassenräume im neueren Schulteil sind bis zum Handtuchhalter am Waschbecken fertiggestellt, zeigte die Güstrower Amtsleiterin gestern vor. Ledglich die Elektriker seien noch bei der Feininstallation. Im alten Schulteil und im neu errichteten Treppenhaus wuseln dagegen noch viele Handwerker. „Mit den Firmen ist eine Fertigstellung zum Beginn des neuen Schuljahres vertraglich vereinbart“, informiert Weber. Auf der jüngsten Bauberatung habe man noch einmal richtig Druck gemacht, so Weber. „Bei allen Problemen, die wir auf dieser Baustelle hatten, sind die jetzt noch notwendigen Arbeiten überschaubar“, fügt sie hinzu. Einräumen muss Weber, dass die Fahrstuhlkabine erst um den 10. September geliefert werde. Dies sei aus ihrer Sicht aber kein Grund, die Schule nicht schon Ende August in Betrieb zu nehmen.

Bei der Sanierung hatte es manches Problem gegeben. Im Frühsommer vergangenen Jahres war die Baufirma, die für den Rohbau verantwortlich zeichnete, nicht mehr auf der Baustelle erschienen. Eine neue Firma musste gefunden werden: Bauverzug rund vier Monate. Probleme mit der Statik mussten gelöst werden. Die Kosten hatten sich dadurch von etwa 3,8 auf 4,4 Millionen Euro erhöht. Zuletzt verzögerten sich noch die Estricharbeiten, weil die Baufirma vom Auftrag zurückgetreten war.

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