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Wirtschaftsforum Güstrow : Starre Strukturen aufbrechen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Zwei Güstrower Unternehmer rufen Wirtschaftsforum Güstrow ins Leben. Forderung: Gewerbeverein Güstrow besser machen.

von
erstellt am 20.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Konkurrenz oder frischer Wind für den Gewerbeverein Güstrow? Den Wirtschaftsstandort Güstrow nachhaltig beleben – das hat sich das Ende vergangenen Jahres neu ins Leben gerufene Wirtschaftsforum Güstrow auf die Fahnen geschrieben. Initiatoren sind die Güstrower Unternehmer Markus Jonas und Andreas Schulz. „Mehr Innovation, mehr Neues sowie mehr Kooperation und Kommunikation“, wünscht sich der 38-jährige Jonas und hat dabei vor allem den etablierten Gewerbeverein Güstrow im Blick. Dabei gelte es auch, „festgefahrene Strukturen“ aufzubrechen, die Leute „wach zu rütteln“ und „Brücken zu bauen“. Und obwohl das Wirtschaftsforum aus einer Kritik am Gewerbeverein heraus entstanden ist, will Jonas das Forum nicht als Konkurrenzorganisation verstanden wissen. „Wir wollen nicht gegen den Gewerbeverein arbeiten, sondern mit ihm, um ihn besser zu machen“, unterstreicht Jonas, der bereits einen Aufnahmeantrag beim Gewerbeverein gestellt hat.

Eine Vereinsgründung haben die Initiatoren des Wirtschaftsforums nicht im Sinn. Das Forum sei eine Interessengemeinschaft, eine Kommunikationsplattform, erklärt Jonas, der mit seiner Marketing- und Event-Firma im Bildungsspeicher im Bredentiner Weg ansässig ist. Mit dem 36-jährigen Andreas Schulz, der mit seiner Firma Lösungen für digitale Kommunikation anbietet, hat er bereits drei Forumstreffen in Güstrow organisiert. „Die Resonanz war gut. Es kamen immer 25 bis 30 Leute. Unser Forum ist für alle offen“, so Jonas. Dazu hatte er auch den Gewerbeverein, die Stadt und den Unternehmerverband eingeladen. Gerade unter diesen drei Akteuren will Jonas die Zusammenarbeit verbessern. „Wir können nur etwas erreichen, wenn wir uns alle an einen Tisch setzen und an einem Strang ziehen“, ist er überzeugt.

Immer wieder entzündet sich Kritik am Gewerbeverein, wenn es um den Weihnachtsmarkt oder das Inselseefest geht, beide seit Jahren organisiert vom Gewerbeverein. „Wir wollen, dass diese Feste besser werden“, sagt Jonas. Es gäbe bereits gute Vorschläge für Veränderungen, aber die Leute würden es dem Gewerbeverein oft nicht sagen, weil sie den Eindruck hätten, dass die Strukturen hier zu festgefahren seien, hat er festgestellt. „Nicht nur meckern und übereinander reden, sondern miteinander“, lautet deshalb seine Devise. Auch wenn es berechtigte Vorbehalte gegenüber dem Gewerbeverein gebe, sei der „Gewerbeverein nicht die Wurzel allen Übels“, hebt Jonas hervor.

Bei den bisherigen Forumstreffen hätten sich bereits drei zukünftige Arbeitsschwerpunkte herauskristallisiert, für die jetzt Arbeitsgruppen gebildet werden sollen. Zunächst gehe es um die Reorganisation und Verbesserung der Veranstaltungen in der Stadt, sprich Weihnachtsmarkt und Inselseefest, erläutert Jonas. Weiterer Schwerpunkt sei der Einzelhandel. „Kleine Geschäfte haben es schwer in Güstrow. Da müssen wir etwas tun“, sagt Jonas. Und zu guter Letzt geht es um die Kommunikation. „Wir wollen mit dem Gewerbeverein kooperieren, um mehr Wünsche der Bevölkerung und der Geschäftsinhaber umzusetzen“, so Jonas. Das nächste Treffen des Wirtschaftsforums Güstrow findet am 31. Januar statt.

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