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Laage: Militär- und Zivilflughafen mussten Flüge streichen : Starker Nebel behindert Flugbetrieb

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"Dicke Suppe" über dem Flughafen Rostock-Laage. Wegen des starken Nebels mussten am Sonntag drei Linienflüge gestrichen werden. Montag und gestern konnte der normale Flugbetrieb jedoch wieder stattfinden.

svz.de von
erstellt am 22.Nov.2011 | 07:53 Uhr

Laage | "Dicke Suppe" über dem Flughafen Rostock-Laage. Wegen des starken Nebels der vergangenen Tage mussten am Sonntag drei Linienflüge gestrichen werden. "Wir hatten nicht mal 50 Meter Sicht, brauchen aber 500 bis 700 Meter", sagt Flughafenchefin Maria Muller. "Sonntag ging gar nichts mehr." Montag und gestern konnte der normale Flugbetrieb jedoch wieder stattfinden.

Einschränkungen auch beim in Laage stationierten Jagdgeschwader 73 "Steinhoff" der Luftwaffe. "Mehrere Ausbildungsflüge mit dem Eurofighter mussten in der vergangenen Woche wegen des Nebels gestrichen werden", sagt Oberstabsfeldwebel Alfons Hütten auf SVZ-Nachfrage. Vor allem die Flugschüler seien betroffen gewesen, die in Laage auf dem Eurofighter ausgebildet werden. Erfahrene Piloten hätten mit dem Nebel weniger Schwierigkeiten.

Der erfahrenste Pilot des Jagdgeschwaders ist der Kommodore, Oberst Markus Krammel. Er fliegt morgen von Laage mit einem Eurofighter erstmals zum Flughafen Lübeck. Dieser Flughafen soll zukünftig einer der sechs Ausweichflughäfen der in Laage stationierten Eurofighter werden. "Bei normalem Flugbetrieb brauchen wir für unsere Eurofighter Ausweichflughäfen, falls auf dem Heimatflughafen eine Landung nicht möglich ist", erklärt Hütten. So wie aktuell bei starkem Nebel in Rostock-Laage. Bisher zählte Trollenhagen zu einem der Ausweichflughäfen für die Laager. Doch dieser Landeplatz fällt nach der jüngsten Truppenreduzierung bei der Bundeswehr weg. "Deshalb mussten wir uns jetzt nach Alternativen umsehen. Lübeck bietet sich wegen der Nähe an", sagt Hütten. Zu den weiteren Ausweichflughäfen des Laager Jagdgeschwaders gehören Holzdorf (Brandenburg), Nordholz und Wittmund (Niedersachsen) sowie Jagel und Hohn (Schleswig-Holstein).

Der morgige erste Flug eines Eurofighters nach Lübeck dient dazu, dass sich die Techniker und die Feuerwehr auf dem Flughafen mit dem Kampfflugzeug vertraut machen. Die Luftwaffe in Laage geht davon aus, dass sie den Lübecker Flughafen zukünftig für maximal fünf Landungen im Jahr nutzen wird.

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