Awo Güstrow : Stark für Familien in Südstadt

Harmonie zwischen Eltern und Kindern in der Krabbelgruppe im Güstrower Familienzentrum: Kristina Lüders mit Alina, Sabrina Stodt mit Sara, Julia Hall mit Lina, Kursleiterin Anne Zielke, Christin Schulz mit Oskar, Elisabeth Langer mit Joseph und Familienzentrum-Leiterin Inken Balla (v.l.)
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Harmonie zwischen Eltern und Kindern in der Krabbelgruppe im Güstrower Familienzentrum: Kristina Lüders mit Alina, Sabrina Stodt mit Sara, Julia Hall mit Lina, Kursleiterin Anne Zielke, Christin Schulz mit Oskar, Elisabeth Langer mit Joseph und Familienzentrum-Leiterin Inken Balla (v.l.)

Familien-, Freizeit- und Lernberatungszentrum der Güstrower Awo erreicht mit seinen Angeboten mehr als 26 000 Menschen im Jahr.

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16. Mai 2018, 05:00 Uhr

Mit seinen großen Augen blickt Oskar Kursleiterin Anne Zielke an. Der zehn Monate alte Güstrower rollt sich mit anderen Babys über Matten im Awo-Familienzentrum in der Güstrower Südstadt. Oskar ist gut drauf. „Diese Krabbelgruppe tut ihm sehr gut, er macht immer mit und fremdelt nicht“, freut sich Mama Christin Schulz. Das familienorientierte Baby-Eltern-Programm ist nur eines von insgesamt 68 Kursangeboten des Familienzentrums der Arbeiterwohlfahrt am Platz der Freundschaft.

Zum gestrigen Tag der Familie rückte Inken Balla, Leiterin des Familienzentrums in der Südstadt, diese Angebote in den Mittelpunkt. Mehr als 26 000 Menschen erreichte die Awo damit vergangenes Jahr – von der Krabbelgruppe bis zum Senioren-Gesprächskreis. Die Nachfrage ist groß. In der täglich stattfindenden Krabbelgruppe gibt es beispielsweise schon eine Warteliste. „Zeitlich, räumlich und personell kommen wir langsam an unsere Kapazitätsgrenzen“, sagt Inken Balla. Dennoch freut sie sich über die Resonanz. „Wir treffen mit unseren Angeboten offensichtlich den Nerv der Familien. Und das ist unser Ziel.“

Zu den Kursangeboten kommt noch ein umfangreiches Beratungsprogramm – von der Erziehungsberatung bis hin zur Ehe-, Familien- und Lebensberatung. Mehr als 4500 Beratungsstunden kommen so jedes Jahr zusammen, knapp 500 Ratsuchende verzeichnet die Leiterin des Familienzentrums im Jahresverlauf. Insgesamt ein gewaltiges Arbeitspensum für 32 Mitarbeiter, zu denen zahlreiche Honorarkräfte gehören.

Doch das Awo-Familien-, Freizeit- und Lernberatungszentrum, wie der volle Name lautet, ist nicht mehr wegzudenken aus der Güstrower Südstadt. 1993 wurde die Familienbildung ins Leben gerufen, dieses Jahr im August wird 25-jähriges Jubiläum gefeiert. Inken Balla ist von Anfang an dabei. „Wir sind hier wie ein öffentliches Wohnzimmer“, sagt die 55-Jährige und schmunzelt. „Hier kommt man nicht nur her, weil man ein Problem hat, sondern hier kann man Familie leben“, ist sie überzeugt. Die etablierte Einrichtung wolle ein „Wegbegleiter für Familien“ sein. „Von Anfang an durch die gesamte Entwicklungsphase der Kinder“, erklärt Inken Balla. Doch dabei gibt es immer wieder Hürden. So werden die Angebote aktuell aus 17 verschiedenen Fördertöpfen finanziert. „Jedes Jahr müssen wir wieder um Gelder kämpfen, damit kein Angebot wegfällt“, sagt sie. „Wir könnten die Angebote auch durch die Nutzer finanzieren lassen, aber dann würden wir 70 Prozent der Menschen ausschließen.“

Oskar wäre traurig, wenn seine Krabbelgruppe wegfallen würde. „Der Fokus liegt bei uns nicht nur auf den Kindern, sondern auch den Eltern“, sagt Kursleiterin Anne Zielke. „Es muss beiden gut gehen, damit die Familie funktioniert.“

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