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Neue Feierhalle in Krakow am See : Standortsuche für neue Feierhalle

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Krakower Stadtvertreter noch unschlüssig: Neubau an altem Standort oder am Rande der Friedhöfe. Lösung zeichnet sich ab.

von
erstellt am 13.Mai.2016 | 12:00 Uhr

Seit Jahren schon diskutiert man in Krakow am See, vornehmlich mit Initiative des Seniorenbeirates der Stadt, den Neubau einer Feierhalle. Der kleine Bau auf dem Friedhof müsste dringend saniert und den Bedingungen der Zeit angepasst, dazu am besten abgerissen und neu gebaut werden. Dabei geht es noch gar nicht um das Wie, sondern um das Wo. Als das Thema jüngst auf der Tagesordnung stand, konnte sich die Stadtvertretung immer noch nicht zu einer Entscheidung durchringen. Zwei Vorschläge liegen auf dem Tisch: Neubau am jetzigen Standort oder Neubau abseits des Friedhofes.

Favorisiert vom Seniorenbeirat wird ein Neubau auf dem traditionellen Flecken mitten auf dem Friedhofsareal, ließ Wolfgang Fentzahn (CDU), der auch Vorstandsmitglied des Beirates ist, hören. Die Alternativfläche sollte dagegen zur Parkfläche hergerichtet werden, an der es ohnehin mangele.

Die Alternative biete jedoch eine ganze Reihe von Vorteilen, befindet die Verwaltung. Vorgesehen ist ein Grundstück mit Gartenland, jedoch müsste hier kein Garten und auch keine bauliche Einrichtung weichen. Lediglich der öffentliche Weg, der am Rande der beiden Friedhöfe entlang führt, müsste verlegt werden. Die damit verlegte Trasse wäre zugleich mit Parkgelegenheiten ausstattbar – direkt an der Feierhalle. Beide Friedhöfe – der kirchliche und der städtische – wären somit gut erreichbar, da sie unmittelbar benachbart wären. Grundsätzlich habe man auf dem nach zwei Seiten freien Raum einen größeren Spielraum zur Gestaltung des Neubaus. Beispielsweise der Einbau von Sanitäranlagen wäre dann gar kein Problem, anders als auf dem begrenzten, aktuellen Standort. Nicht zu verachten: Während der Bauphase könnte die alte Halle weiter genutzt werden.

Auf noch einen Aspekt verweist die Verwaltung: Mit einer Förderung könne man nur rechnen, wenn zu dem aktuellen Standort ein öffentlicher Weg gebaut wird. Dies würde die Kosten weiter treiben, da die Zuwegung über kirchliches Land verliefe, das erst noch erworben werden müsste.

Unter dem Strich komme ein Neubau auf neuem Grund voraussichtlich auch um geschätzte 20  000 Euro günstiger. Da es sich bei dem avisierten um ein städtisches Grundstück handele, müssten zum „Erwerb“ lediglich die wegfallenden Pachterträge von jährlich 45 Euro gegengerechnet werden. Dazu spekuliert die Stadt auf eine Vermarktungsmöglichkeit für ihr Inselgrundstück auf dem kirchlichen Friedhofsteil, also auf einen Verkauf oder Verpachtung.

Weil so viele Gründe für den neuen Standort und also gegen den Wunsch der Senioren sprächen, wollten die Stadtvertreter noch keine Entscheidung erzwingen, über die am Ende niemand so recht glücklich gewesen wäre. Beschlossen wurde deshalb, dass sich Ausschüsse, Seniorenbeirat, Verwaltung und Pastoren der Kirchen gemeinsam die Örtlichkeiten noch einmal begehen und gegebenenfalls ihre Meinungen überdenken. Dies soll am kommenden Dienstag geschehen.

Doch schon vor dem Ortstermin scheint sich eine Lösung des Konfliktes abzuzeichnen. Der Vorstand des Seniorenbeirates habe nach der Stadtvertretersitzung noch einmal die Thematik beraten, war gestern vom Ehrenvorsitzenden, Jürgen Poleratzki, zu erfahren. Und: „Wir haben uns noch einmal eingehend mit den Unterlagen befasst. Und wir gehen jetzt mit dem Vorschlag des neuen Standortes mit.“

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