Umkämpfter Strommarkt : Stadtwerke Güstrow setzen bundesweit auf Expansion

Heizkraftwerk West 1
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„Stromissimo“ erfolgreichstes Produkt / Energieanbieter will weitere Kunden in ganz Deutschland gewinnen

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31. März 2015, 06:00 Uhr

Heiß umkämpft ist der Strommarkt. Allein im Güstrower Stromnetz konkurrieren ca. 100 Wettbewerber um Kunden. Um in diesem Konkurrenzkampf nicht gnadenlos unterzugehen, haben sich die Stadtwerke Güstrow, größter Energieanbieter im Landkreis Rostock, bereits seit dem Jahr 2010 ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen: „Stromissimo“. Vor fünf Jahren gemeinsam mit einer Werbeagentur entwickelt ist „Stromissimo“ mittlerweile das erfolgreichste Produkt der Stadtwerke. „Die Kunden haben diese Marke angenommen. Damit sind wir weit über Güstrow hinaus bekannt“, freut sich Stadtwerke-Geschäftsführer Edgar Föniger.

Mehr als 50 Prozent ihrer Jahresstrommenge verkaufen die Stadtwerke unter dem Label „Stromissimo“ mittlerweile außerhalb Güstrows. „Steigende Tendenz“, sagt Föniger und sieht die Stadtwerke auf Expansionskurs. In 250 von insgesamt 800 Netzgebieten bundesweit ist das kleine Unternehmen aus der Barlachstadt bereits aktiv. 3000 „Stromissmo“-Kunden gibt es aktuell in ganz Deutschland. Einen Grund für den Erfolg sieht Föniger u.a. darin, dass hinter dem Produkt das Image der Stadtwerke stehe. „Das bedeutet Vertrauen“, ist er überzeugt.

Vor allem im Westnetz, also in Nordrhein-Westfalen, sind die Güstrower Stadtwerke mit ihrem „schnellen Strom“ stark nachgefragt. „Die Kunden dort sind sehr ,Stromissimo’-affin“, so Föniger. „Die wollen gerne Strom von der Ostsee.“ Ebenso sei es in München, Leipzig oder Dresden. Die Kundenakquise läuft dabei über das Internet. „Stromissimo online“ ist ein reines Internetprodukt. „Ein Vorteil des Produktes ist, dass man den Vertrag monatlich kündigen kann. Das hat aber einen Umkehreffekt gehabt und Vertrauen in die Marke geschaffen“, erläutert der Stadtwerke-Chef.

Nicht zuletzt dient „Stromissimo“ auch dazu, Kunden zurückzugewinnen, die zu Konkurrenten der Stadtwerke gewechselt sind. Dazu läuft gerade eine große Werbeaktion. „Diese Rückholaktion ist gut angelaufen“, unterstreicht Föniger. Für ihn hat „Stromissimo“ noch viel Potenzial. Ein Ende des Expansionskurses sei noch nicht abzusehen. „Die Grenzen sind dann erreicht, wenn die Betreuung der Kunden durch unsere Mitarbeiter auf Grund der Größe nicht mehr gegeben ist“, sagt er. Föniger definiert klar die Überlebensstrategie der Stadtwerke Güstrow: „Im eigenen Netzgebiet stabil bleiben, Kunden zurückgewinnen und über das Internet weitere Kunden in ganz Deutschland hinzugewinnen.“  

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