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Leitbilddiskussion : Stadt Güstrow will ran an EU-Fördergelder

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

von
erstellt am 11.Okt.2014 | 06:00 Uhr

Die Stadt Güstrow will an Fördergelder aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung, kurz EFRE, für die Förderperiode 2014 bis 2020 herankommen. Voraussetzung dafür ist ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) sowie ein schlüssiges Leitbild für die Stadt. Deshalb soll jetzt das bestehende ISEK der Barlachstadt aus dem Jahr 2005 den EFRE-Förderkriterien angepasst, um wesentliche Punkte ergänzt und fortgeschrieben werden. „Dabei sollten das ISEK und das Leitbild miteinander übereinstimmen“, sagte Bürgermeister Arne Schuldt auf der Hauptausschusssitzung am Donnerstagabend. Ein Entwurf für dieses Leitbild, 2013 angestoßen von der CDU-Fraktion in der Stadtvertretung, liegt zwar schon vor, wurde aber noch nicht von einer breiten Öffentlichkeit diskutiert uns ist auch noch nicht ausformuliert. Die Zeit drängt, sonst könnten die Fördermittel der Stadt verloren gehen.

Um den Prozess zu beschleunigen, schlug Sascha Zimmermann (FDP) in der Hauptausschusssitzung vor, „sich das Leitbild zu sparen“. Die Erarbeitung sei eine „Ressourcenverschwendung, eine Beschäftigungstherapie für Verwaltung und Ausschüsse“, so Zimmermann. Er schlug stattdessen vor, dass ISEK für die Stadt jetzt zügig voranzubringen. Arne Schuldt verwies jedoch darauf, dass die Leitbilddiskussion für die Barlachstadt ein Beschluss der Stadtvertretung sei, den die Verwaltung umsetzen müsse. Der Bürgermeister will deshalb zwei Prozesse, wie er sich ausdrückte, zusammenlegen – Leitbild und ISEK.

Der Leitbild-Entwurf orientiert sich an sechs Leitgedanken: das mittelalterliche Güstrow an der Nebel, Güstrow als Wohn- und Arbeitsstandort, Güstrow als lebenslanger Lern- und Lehrstandort, Güstrow als Kultur- und Tourismusstadt, Güstrow als mobile Stadt und Güstrow als Stadt für Mitbestimmung und Mitsprache der Bürger. Diese Leitgedanken korrespondieren teilweise mit den EFRE-Förderkriterien, sind also Voraussetzung für eventuelle Gelder aus Brüssel.

Der Ausschuss brachte die Erarbeitung des Leitbildes, kombiniert mit dem ISEK auf den Weg. Entscheiden muss die Stadtvertretung am 23. Oktober.

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