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Forstamt Güstrow : Stabwechsel im Vielfalt-Wald

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Marco Weirauch übernimmt im Forstamt Güstrow die Öffentlichkeitsarbeit - Vorgänger Matthias Poeszus verlässt Güstrow

Stabwechsel im Vielfalt-Wald in Klueß. Nach zwei Jahren Tätigkeit im Forstamt Güstrow, in dem er für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig war, übernimmt Matthias Poeszus eine neue Aufgabe. Er wird Leiter des Waldjugendheims Loppin bei Jabel am Rande der Mecklenburger Seenplatte. Zur Übergabe seiner Aufgaben an Marco Weirauch kam er jetzt noch einmal nach Güstrow. Gemeinsam betreuten die beiden die Kinder der Hoppenrader Kita „Storchennest“, die einen Ausflug in den Vielfalt-Wald unternommen hatten.

„Der Vielfalt-Wald ist eine Wucht, mir fällt der Abschied wirklich schwer. Hier bestehen so viele Möglichkeiten, den Wald zu erkunden. Ich hätte mir gewünscht, dass noch mehr Kita-Gruppen und Schulklassen zu uns gekommen wären“, resümiert Poeszus seine Zeit in Güstrow und richtet eine Kritik an das Land. Das sieht er in der Pflicht, solche Exkursionen in den Schulwald mehr zu fördern, vor allem Fahrtkosten zu übernehmen.

Für Marco Weirauch bedeutet die Arbeit im Forstamt eine Art Rückkehr an eine alte Wirkungsstätte. Der gebürtige Güstrower lernte im hiesigen Forstamt und erhielt seine theoretische Ausbildung in der alten Berufsschule, die sich in Klueß gleich neben dem heutigen Vielfalt-Wald befand. In seiner beruflichen Laufbahn lernte er alle Forstämter des Landes Mecklenburg-Vorpommern kennen und freut sich nun auf die neuen Herausforderungen und Aufgaben im Schulwald. Eine hatte er gleich mit Hoppenrades Kita-Chefin Arite Knapschinski zu erledigen: Gemeinsam durchschnitten sie das Band für die Aussichtsplattform „Zwieselnest“, das neueste Projekt im Vielfalt-Wald. Dort können Kinder vom Turm mit kleinen Ferngläsern das Leben im Wald beobachten.

Im Wesentlichen ist der Aufbau des knapp zwei Hektar großen Vielfalt-Waldes jetzt abgeschlossen. Herzstück ist das Grüne Klassenzimmer mit offenem Unterstand und Feuerschale. Im Dendrologischen Garten mit seinen aktuell 68 Baumarten werden Kenntnisse zu Bäumen und Tieren vermittelt. Gern genutzt wird der kreative Spielbereich, in dem Hütten und Unterstände gebaut werden können. Nebenan haben Schulklassen die Möglichkeit, Pflanz- und Pflegearbeiten auszuführen. Eine Besonderheit ist der Orientierungspfad, auf dem Kinder mit Karte und Kompass auf Schatzsuche gehen können.

Auch eine Allee, in der der jeweilige „Baum des Jahres“ gepflanzt ist, gibt es. Seit 1989 legt ein Kuratorium in jedem Jahr einen Baum fest, dem besondere Aufmerksamkeit zuteil wird. 27 dieser Bäume stehen bereits im Vielfalt-Wald, vermutlich im April wird der 28. dazu kommen. „Der Baum des Jahres 2016 ist die Winterlinde“, sagt Marco Weirauch und freut sich darauf, ein Exemplar gemeinsam mit Kindern in den Vielfalt-Wald zu pflanzen.

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