Stabilität für den Kreuzgang

Bevor der Klosterverein Rühn Wände neu verputzen lässt sind Arbeiten am Dachstuhl erforderlich

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16. Januar 2019, 09:35 Uhr

Tiefe Risse sind an der Außenmauer des Kreuzgangs im Kloster Rühn zu sehen. Doch hier haben die Maurer nicht gepfuscht, sondern der Dachstuhl drückt auf die Außenwand, erklärt Hans-Georg Harloff, ehrenamtlicher Bürgermeister (CDU) und Vorsitzender des Klostervereins. Deshalb konnte die schon lange geplante Sanierung des Mauerwerks nicht in Angriff genommen werden. Doch das soll sich nun ändern.

Bereits vor fünf Jahren wurde die Sanierung des Kreuzgangs von der Stiftung der Ostseesparkasse zu einem Leuchtturmprojekt erklärt. Damit verbunden ist eine Förderung von Projekten mit jährlich 5000 Euro. Damit soll Vereinen wie dem Klosterverein auch Planungssicherheit gegeben werden. „Darüber sind wir sehr froh“, sagt Hans-Georg Harloff. Als der Klosterverein und die Ospa den Vertrag 2014 unterzeichnete, ging es vor allem um die Bodenfliesen, die einzigartig sind und speziell für die Sanierung des gesamten Kreuzgangs angefertigt wurden. Doch gefördert werde die gesamte Sanierung des Kreuzgangs bis zum Treppenaufgang in die erste Etage, erklärt Hans-Georg Harloff. Und nachdem der alte Putz komplett runter war, kamen die Risse noch deutlicher zutage. „Doch wir wussten erst nicht, warum sie entstanden sind“, erzählt der Vereinschef. Deshalb wollte der Verein zunächst nicht weiterbauen, wollte erst die genaue Ursache ermitteln. Ein Statiker fand diese dann heraus.

„Dazu muss man wissen, dass es eine Außenwand gibt und eine zweite Innenwand aufgemauert wurde“, erklärt Hans-Georg Harloff. Aus dem Dachstuhl seien jedoch vor Jahrzehnten Balken entnommen worden. Dadurch veränderte sich das Kräfteverhältnis, sodass die Außenwand nach außen gedrückt wird. Doch bevor das alles geklärt war, konnte das Stiftungsgeld nicht zum Einsatz kommen.

In dieser Woche sind nun Fred Christoph, Meister im Zimmerergewerbe, und René Peters vom Bauhof Dorsch aus Rostock im Einsatz. Das sei eine Firma, die viel Erfahrung in der Bausanierung habe, sagt Hans-Georg Harloff. Die Männer zogen neue Streben ein, um so die Fehler aus der Vergangenheit zu korrigieren. „Es ist eine Notsicherung. So kann aber unten in den Räumen dann wieder ganz normal weitergearbeitet werden“, erklärt Fred Christoph. Und das solle dann auch passieren. „Die Bodenfliesen liegen ja schon bereit“, sagt der Vereinschef.

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