Wasser- und Abwasserzweckverband : Stabile Gebühren für weitere zwei Jahre

In Wasserwerken wird Grundwasser aus der Erde nach oben gepumpt und zu Trinkwasser aufbereitet. Im Waz bleiben die Gebühren zwei weitere Jahre konstant.
In Wasserwerken wird Grundwasser aus der Erde nach oben gepumpt und zu Trinkwasser aufbereitet. Im Waz bleiben die Gebühren zwei weitere Jahre konstant.

Bürgermeister verabschieden Kalkulationen bis 2017 und Investitionsplan 2016 für Wasserver- und Abwasserentsorgung im Zweckverband Waz

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26. November 2015, 16:10 Uhr

Einen Investitionsumfang von 4,6 Millionen Euro hat die Verbandsversammlung des Wasserversorgungs- und Abwasserzweckverbandes Güstrow-Bützow-Sternberg (Waz) für das kommende Jahr beschlossen. Damit will der Waz deutlich mehr Geld in die Hand nehmen, als mit dem Budget des Betriebsführers Eurawasser bis zum Jahr 2019 abgestimmt. Demnach hätte eigentlich bei rund 3 Millionen Euro Schluss sein müssen, um nicht in der Endkonsequenz die Gebührenbelastung für die Verbraucher zu treiben. Katja Gödke, Verbands-Geschäftsführerin, möchte solche Sorgen nehmen: „Mit den Ausgaben 2016 erreichen wir noch keinen kritischen Punkt, da 2019 alles wieder glatt gezogen wird.“

Bis dahin, zumindest aber einschließlich 2017, kalkuliert der Waz so, dass die Gebühren für alle Verbraucher-relevanten Größen in der aktuellen Höhe unverändert bleiben. Trinkwasserversorgung, die zentrale Schmutzwasser-Entsorgung sowie die dezentrale (Kleinkläranlagen und abflusslose Gruben): Wenn die Verbandsversammlung doch all die zutreffenden Gebührensatzungen änderte, dann nur für einen eher technischen Vorgang. Die Vorauszahlungen der Gebühren wird ab dem jeweils nächsten Gebührenbescheid vom zweimonatlichen Rhythmus auf einen monatlichen umgestellt. „Dieses geschieht im Kundeninteresse, um mit niedrigeren Vorauszahlungsbeträgen eine feste Größe im Haushaltsplan der Kunden zu schaffen“, ist Gödke überzeugt. Damit verbindet die Geschäftsführerin auch die Hoffnung, für die Abnehmer einen höheren Anreiz zu schaffen, am Sepa-Lastschriftverfahren teilzunehmen.


Größte Investitionen im Raum Krakow am See

 

Die größte Investition im Waz-Bereich im Jahr 2016 erfolgt in der Weiterführung der Umsetzung des Wasserverbundkonzeptes Krakow am See. Allein hier sind 1,2 Millionen Euro verplant. Nächstes Jahr sollen die notwendigen Verbindungsleitungen fertiggestellt werden. Begonnen werde mit dem Bau eines neuen Wasserwerkes in Groß Bäbelin sowie eine Druckstation mit Behälter in Seegrube.

Rund 250  000 Euro wird die Anbindung der Gruppenwasserversorgung Groß Ridsenow an das Wasserwerk Polchow kosten.

Im Abwasserbereich schlägt die Anschaffung einer neuen Zentrifuge für die Schlammentwässerung auf der Kläranlage Charlottenthal mit 755  000 Euro als größter Investitionsposten zu Buche.

Rund 300  000 Euro sind für die Komplettsanierung der Kläranlage Borkow eingeplant.

Ein weiteres großes Vorhaben des Waz, neben den allgemeinen Sanierungen der Pumpwerke und Kläranlagen, stellt eine gemeinsame Straßenbaumaßnahme mit der Stadt Bützow in der Breiten Straße und Vor dem Rühner Tor dar.


Land will mehr Geld: Gebühren ab 2018 offen

 

Gebührenstabilität bis 2017 – da stellt sich aber auch die Frage nach dem Danach. Katja Gödke legt den Finger auf den Problembereich: „Besonders im Trinkwasserbereich erfordert die Sicherung der Gebührenstabilität große Anstrengungen.“ Denn, so Gödke, Pläne des Landes zu einer Verdoppelung des Wasserentnahmeentgeltes ab 1. Januar 2016 verursachten beim Waz jährliche Mehrkosten von rund 160  000 Euro. Gebührenrückstellungen ermöglichten immerhin noch zwei weitere Jahre Preisstabilität für unser Trinkwasser. Ab 2018 müsse man ohnehin neu kalkulieren – und sehen, was für den Verbraucher herauskommt.

Deshalb auch bestätigten die Bürgermeister der 47 verbandsangehörigen Gemeinden ein Protestschreiben von Verbandsvorsteher Christian Grüschow gegen diesen Plan der Landesregierung. An die Vorsitzenden der demokratischen Fraktionen im Landtag wendet sich der Bützower Bürgermeister in der Hoffnung, die zusätzliche staatliche Abgabe noch zu verhindern oder wenigstens zu vermindern.

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