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Natur- und Umweltpark : Spur der Steine führt in Waldwelten

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Findlings-Projekt des Fördervereins des Natur- und Umweltparks Güstrow in der Nachsaison realisieren

von
erstellt am 17.Aug.2014 | 23:30 Uhr

Der Natur- und Umweltpark (Nup) Güstrow erweitert sein Angebot um eine weitere Facette der Umweltbildung. Zwischen Wiesen- und Waldwelten soll die „Spur der Steine“ Wissen aus dem Bereich der Geologie vermitteln. Schon 2008 hatte Nup-Geschäftsführer Klaus Tuscher die Idee dazu. So einfach aber war die Umsetzung nicht. Inzwischen unterstützt Dr. Karsten Obst, Dezernatsleiter im Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (Lung) das Projekt des Nup-Fördervereins. Im Zuge von Wege-Bauarbeiten in der Nachsaison sollen die ersten rund 80 Steine in Position gebracht werden.

Der Faszination, die von Steinen seit jeher ausgeht, kann sich auch Klaus Tuscher nicht ganz entziehen. „Ich hatte es mir aber zu einfach vorgestellt“, gesteht er. Er habe Bücher besorgt und diese studiert, aber recht schnell feststellen müssen, dass Theorie und Praxis nicht so einfach zueinander finden und er bei der Bestimmung der Steine mit seinem Latein bald am Ende war. Hilfe fand das Projekt des Nup-Fördervereins bei Karsten Obst, der nicht nur viel über Steine weiß, sondern auch Erfahrungen beim Anlegen von Findlingsgärten hat.

Steine aus dem Kieswerk Langhagen, auch Charlottenthal, liegen bereits zuhauf bereit. Der Nup-Leiter betont die besondere Unterstützung durch das Kieswerk Langhagen, wo man sich ganz in Ruhe umschauen durfte und auch noch Hilfe beim Transport erhielt. Wichtig ist ihm, dass man Steine präsentiert, die in der Region gefunden wurden. Aufgereiht werden die Findlinge an einem Weg vom Agendazentrum zu den Waldwelten, exakt bis zum Waldstück „Krainshörn“, präzisiert Klaus Tuscher.


Tiefen-, Ur- und Ablagerungsgestein


Der Geologe ist bei Granit, Porphyr, Basalt, Kalk- und Sandstein in seinem Element, schwärmt von gebänderten Exemplaren und solchen mit Augentexturen, solchen, die „nur“ 540 Millionen Jahre alt sind, und denen mit einem Altern von 1,5 Milliarden Jahren. Aus Schweden und Finnland stammend schob das Eis, das die hiesige Landschaft formte, sie bis zu 1000 Kilometer nach Süden. Die „Spur der Steine“ sollen drei Gruppen bilden: die Magmatite (Tiefengestein), Metamorphite (Umwandlungsgestein) und die Sedimentite (Ablagerungsgestein), verrät der Geologe. Der geneigte Besucher erfährt nicht nur, woher die Steine kommen und was die charakterisiert, sondern auch wie sie entstanden sind. Hinzu gefügt werden Beispiele zur Verwendung von Steinen u.a. als Feuersteine, Bausteine, Schmucksteine und Pflastersteine. „Und vielleicht passt dazu auch noch eine Sandkiste mit einem kleinen Bagger“, denkt Klaus Tuscher.

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