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Skaterpark Güstrow : Sprayen auf blütenweißer Wand

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Jugendliche freuen sich über neuen Skaterpark am Filter in Güstrow, wünschen sich aber noch mehr Elemente

Nur zögernd füllte sich am Sonnabendnachmittag der Güstrower Skatplatz am Filter. Mit einem Fest sollte die neu gebaute Graffitiwand (SVZ berichtete) eingeweiht werden. „Die Jugendlichen müssen den Platz erst wieder annehmen und für sich entdecken“, erklärte Heike Mittelstädt, Leiterin des Jugendklubs „Alte Molkerei“, bei der alle Fäden für die Fete zusammenliefen.

Als einer der ersten packte Tom Oehlke seine Spraydosen aus und setzte die ersten Markierungen auf der blütenweißen Wand. „Ist schon eine tolle Sache, dass wir diese Gelegenheit zum ganz legalen Sprayen haben“, fand der 22-Jährige, der als Fachlagerist arbeitet. Aber eine Wand allein mache noch keinen Sommer. Wichtig wäre, den Jugendlichen mehr solcher Angebote zu unterbreiten, damit die Sprayer die Hände von frisch sanierten Häuserfassaden ließen, fügte er an. Eine ähnliche Meinung vertraten Christian Doll (24) und Julius Zielke (18). „Die Steinwand hätte man um das ganze Gelände herumziehen sollen, wie es früher die Holzwand war“, meinte Zielke, fügte aber einsichtig an: „War wohl zu teuer.“ 3500 Euro hatte allein die jetzt gemauerte Wand gekostet. Das Geld dafür kam von der „Aktion Mensch“.

Neben den Sprayern stellten sich nach und nach weitere Jugendliche ein. So die Skater Robin Wischmann (15), Kevin Rutenberg (16) und Dirk Schröder (19). „Die Bahn ist prima, alles okay, nur dass es ein paar Elemente mehr sein könnten“, sagte Robin Wischmann und startete einen waghalsigen Sprung. Zufrieden zeigten sich auch die Jugendlichen auf ihren BMX-Rädern. Besonders die Rampe, die erst ein paar Jahre im Skatpark steht, hatte es den jungen Leuten angetan. Aber viele wünschen sich noch die zweite Hälfte der Rampe, also eine richtige Halfpipe.

Heike Mittelstädt will den Wunsch weiterleiten an Thora Nacke, die damals die Skaterbahn in Güstrow aufbaute und sich wieder verstärkt für den Platz einsetzen will. Ein Dank richtete die Klubleiterin an die Stadt, die die Flächen im Park pflegt und defekte Elemente repariert. Im Moment, so Heike Mittelstädt, lägen viele andere Projekte an, wie beispielsweise eine Filmdokumentation über Jugendmusik in Güstrow anzufertigen.
Zu fortgeschrittener Stunde füllte sich der Platz am Filter dann doch noch. Er muss eben erst wieder von den Jugendlichen entdeckt werden.




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