„Kinners in MV“ : Sprache und Integration für Kinder kein Problem

Verteilten gestern die T-Shirts „Kinners in MV“ in der Güstrower Kita „Südlichter“: Kita-Leiterin Jana Jörs (l.), Ministerin Birgit Hesse (2.v.r.) und Anja Kerl (r.) vom Landkreis
Verteilten gestern die T-Shirts „Kinners in MV“ in der Güstrower Kita „Südlichter“: Kita-Leiterin Jana Jörs (l.), Ministerin Birgit Hesse (2.v.r.) und Anja Kerl (r.) vom Landkreis

Ministerin Birgit Hesse besucht die Güstrower Kita „Südlichter und würdigt die Integrationsarbeit.

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23. Juni 2016, 05:00 Uhr

Seit vergangenem Jahr leistet die DRK-Kindertagesstätte „Südlichter“ in der Güstrower Südstadt eine vorbildliche Integrationsarbeit. In Spitzenzeiten nahm die Kita bis zu 25 Kinder mit Migrationshintergrund sowie Flüchtlingskinder auf. Eine große Herausforderung für die 19 Erzieherinnen. „Aber auch eine interessante Erfahrung“, ergänzt Kita-Leiterin Jana Jörs. Aktuell werden bei den „Südlichtern“ 17 Kinder mit Migrationshintergrund betreut, davon einige mit Fluchterfahrung. Dabei stellt Jana Jörs immer wieder fest: „Für Kinder ist die Sprache und Integration kein Problem. Sie sehen in den anderen Kindern nur potenzielle Spielkameraden.“ Das Engagement der Kita in der Integrationsarbeit würdigte gestern auch Sozialministerin Birgit Hesse. Vor Ort verteilte sie T-Shirts mit der Aufschrift „Kinners in MV“.

„Mit den T-Shirts wollen wir zeigen, dass es selbstverständlich ist, dass Kinder unterschiedlicher Herkunft miteinander spielen“, so die Ministerin. „Und so ist es auch“, antwortete Jana Jörns. Doch während sich die Kinder schnell integrieren ist es bei den Eltern viel schwieriger. „Hier ist die Sprachbarriere für uns ein großes Problem“, sagt die Kita-Leiterin. „Kommunikation mit Händen und Füßen“, nennt das Jana Jörs. Doch mittlerweile hat die Kita alle wichtigen Infoblätter für die Eltern in mehrere Sprachen übersetzt.

Auch kämen die Flüchtlinge mit anderen Werten und Normen. Das Konzept der Kita: Ankommen und Bindung aufbauen. „Wir müssen erst einmal eine Vertrauensbasis aufbauen. Die Eltern sollen merken, dass es ihrem Kind gut geht“, erläutert sie. Die Kita sei für viele Flüchtlingskinder und deren Eltern oftmals der erste und einzige soziale Raum. „Hier werden erstmals für Deutschland geltende soziale Werte und Normen vermittelt. Das ist eine große Herausforderung für unser Team. Aber wir haben positive Erfahrungen gemacht“, erzählt Jana Jörs, die sich gestern ausführlich mit Birgit Hesse unterhielt.

Die Kita „Südlichter“ in der Friedrich-Engels-Straße betreut derzeit 148 Kinder in Krippe, Kita-Bereich sowie Hort.  

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