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Stadtvertretung Krakow am See : Sportplatzneubau auf den Weg gebracht

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Die Stadtvertretung Krakow am See hat am Dienstagabend einen Sportplatzneubau in der Dobbiner Chaussee hinter der Schule und Sporthalle auf den Weg gebracht. Das Projekt soll 1,44 Millionen Euro kosten.

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erstellt am 30.Aug.2012 | 10:16 Uhr

Krakow am See | Die Stadtvertretung Krakow am See hat am Dienstagabend einen Sportplatzneubau in der Dobbiner Chaussee hinter der Schule und Sporthalle auf den Weg gebracht. Entschieden haben sich die Stadtvertreter für die Variante 1 mit dem großzügigsten, aber auch teuersten Projekt (1,44 Millionen Euro). Die Variante 2 wäre mit rund 1,3 Millionen Euro und ohne Kleinfeldplatz mit rund 1,3 Millionen Euro geringfügig "billiger". Eine nebenbei erwähnte Anlage mit einem Kleinfeldplatz (750 000 Euro) kam nur kurz zur Sprache (Kurt Gäbel/SPD). Sie ist aber kein Thema. Sie wird nicht gefördert, weil bei diesem Projekt der FSV Krakow am See nicht einsteigen würde, denn die Fußballabteilung kann nur mit einem Kleinfeldplatz nichts anfangen. Aber Förderung ist nur möglich, wenn die Anlage von einem Verein genutzt wird. Eine generelle Vorbedingung.

Bürgermeister Geistert: "Noch keine endgültige Entscheidung"

Gerd Pflüger vom Ingenierbüro Kulta Güstrow als Planer stellte die Varianten vor und bestätigte die Vorarbeiten, wie sie in der Beschlussvorlage aufgeführt wurden. Es gab bereits Vermessungen, Baugrunduntersuchungen, kurz vor dem Abschluss stehende Grundstückskäufe sowie Besichtigungen ähnlicher Sportanlagen in Sievershagen und Warnemünde. Am 21. August hatten Planer sowie Stadt und Amt im Landesförderinstitut einen hilfreichen Termin zur sportfachlichen Prüfung. Bürgermeister Wolfgang Geistert: "Die ist, wie die baufachliche Prüfung, wichtig für Fördermittel." Um Förderung aus dem neuen 50-Millionen-Kofinanzierungsprogramm des Landes ging es am 8. August im Innenministerium. Auch hier gab es zwar noch keine entscheidenden Zusagen. Aber Geistert erklärte: "Wir haben gute Aussichten, denn unser Antrag ist mit der Nummer 0001 der erste in Schwerin." Dabei half der Landtagsabgeordnete Torsten Renz (CDU), der dem Amt die Förderrichtlinie und das Antragsformular in kürzester Zeit zusandte. Für diese Mittel tagt ein Vergaberat im September.

Allerdings: Das, was Dienstag beschlossen wurde, ist trotzdem "keine endgültige Entscheidung", wie es der Bürgermeister betonte. Es sei der Auftakt, um die Förderstellen "anzuzapfen" und die Prüfungen auf den Weg zu bringen.

Die Zahlen zur Förderung und zur Gesamtfinanzierung waren es auch, die Nils Ruhnau (CDU) vom Bauauschuss ansprach. Er kritisierte unterschiedliche Zahlen in der Beschlussvorlage und auf der Sitzung. "Mir fehlt auch eine Tischvorlage, wo ich das alles schwarz auf weiß nachlesen kann", so Ruhnau. Gleichzeitig deutete er an, dass so etwas gegen die Kommunalverfassung verstoßen könnte.

Wolfgang Geistert (SPD) stimmte Ruhnau zu. Er begründete das mit den gerade in Schwerin geführten Gesprächen, nach denen erst jetzt relativ gesicherte, allerdings höhere Summen genannt werden können. Im schlechtesten Fall werde es eine 50-prozentige Förderung, im besten Fall durch Sportstätten- und Städtebauförderung eine 90-prozentige geben, so Geistert. Die Spanne der Eigenmittel würde sich zwischen 36 000 und 180 000 Euro bewegen. Geistert: "Auch wenn es nur 50 Prozent werden, wären wir in der Lage, das 2013 zu bezahlen. Allerdings könnten wir dann nicht mehr viel anderes realisieren. Aber wir würden mit der Sportanlage Prioritäten setzen."

Das weitere Prozedere deutet jedoch darauf hin, dass erst im kommenden Jahr gebaut werden kann. Komme alles in die Bahnen, so Geistert, könnte im Frühjahr die Ausschreibung erfolgen, und im Herbst könnte alles fertig sein.

Uwe Wehring, Vorsitzender des FSV Krakow am See, freute sich über die Entscheidung, sowohl für den Verein als auch für die Schule, denn die jetzige Situation auf dem Platz ist sehr unbefriedigend. Unbenommen von diesem Vorhabe der Sportplatzes Jörnberg, den es seit 1920 gibt und der die traditionelle Sportstätte der Krakower ist, Bestand. Wehring ging darauf ein, weil dieser Platz die Stadt mit 5000 Euro Betriebskosten belastet und bei der neuen Anlage mit weiteren 6000 Euro zu rechnen sein wird.

Das auf den Weg gebrachte Projekt enthält ein Großfeld (94 x 58 m) mit Kunstrasen, ein Kleinfeld (22 x 44 m) mit Kunststoffbelag, eine 100-m-Laufbahn, Weitsprung- und Kugelstoßanlage sowie ergänzende Anlagen wie Sitzgelegenheiten, Zaun und Beleuchtung.

Die Entscheidung für diese Variante brachte Karl-Heinz Kleinpeter (SPD) auf den Punkt: "Sie ist eine Investition in die Zukunft und für die Kinder und Jugendlichen. Wir wollen doch die Kinder von der Straße bekommen. Dazu benötigen wir qualitativ hochwertige Anlagen und Vereine, die dort gute sportliche Angebote unterbreiten können."

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