Jahnstadion/Fischerweg Güstrow : Sportplatz-Deal: Stadtvertreter zögern noch

Wildes Grün überwuchert die Haupt-Spielfläche am Fischerweg. Der Platz soll Bauland werden.
Wildes Grün überwuchert die Haupt-Spielfläche am Fischerweg. Der Platz soll Bauland werden.

Grundsatzbeschluss zu Ausbau des Jahnstadions wird verschoben. Vorher Kostenermittlung gefordert

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29. Juni 2016, 08:00 Uhr

Noch nicht auf der Tagesordnung stehen wird für die Stadtvertretung am 14. Juli das Projekt Jahnstadion/Fischerweg. Erst für den 20. Oktober kann der Güstrower SC 09 (GSC) mit einem Grundsatzbeschluss der Stadtvertretung rechnen. Auf der Sitzung des Hauptausschusses wurde deutlich: Noch besteht weiterer Klärungsbedarf.

Der GSC will seine traditionelle Spielstätte am Fischerweg aufgeben und dafür einen weiteren Aus- und Umbau des Jahnstadions an der Speicherstraße sehen (SVZ berichtete). Hintergrund ist der seit einiger Zeit unbespielbare Hauptplatz im Stadtgebiet Magdalenenlust sowie fehlende Entwicklungskapazitäten am von der Stadt gepachteten Fischerweg. Für die Stadt könnte das lukrativ sein, würde sie doch durch solch einen Deal am erschlossenen Fischerweg problemlos zu weiterem Bauland kommen.

„Aber was bedeutet das zwischen Daumen und Zeigefinger?“, fragt sich Hartmut Reimann (SPD). Und: Warum sollte man Hunderttausende, wenn nicht gar Millionen im Jahnstadion ausgeben, wenn der Sportplatz am Fischerweg für einige tausend Euro hergestellt werden könne. „Und das Ganze ohne dafür eine finanzielle Grundlage zu kennen oder Fördermittel“, schiebt Reimann nach. Zwar verstehe er das Anliegen zunächst „nur“ als Grundsatzbeschluss, aber doch nicht so… Gerhard Jacob (Freie Wähler) sekundiert: „Man müsste doch wenigstens grob wissen, welche Kostern auf die Stadt zukommen.“

Dies, so meint 1. Stadtrat Andreas Brunotte, sollte bis Anfang September, wenn der Sportausschuss das nächste Mal tagt, klarer sein. Der Verein sei jetzt aufgefordert, eine Kostenplanung zu erstellen. Für die Verwaltung stünde die Aufgabe, die potenziellen Einnahmen für die Grundstücke am Fischerweg zu ermitteln, um diese den möglichen Baukosten am Jahnstadion entgegenstellen zu können. Im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (Isek) ist von 2,5 Millionen Euro die Rede. Die aktuellen Zahlen, so meint Brunotte, sollten bis zum 5. September vorliegen, um eine ordnungsgemäße Beratungsfolge bis zur Oktobersitzung der Stadtvertreter abzusichern.

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