Vorhaben 2015 : Spielplatz braucht Erholungskur

Bürgermeister Ulrich Blau schaute gestern in der Kita vorbei und war ganz schnell mit Leiterin Andrea Zerahn über das Spielplatz-Projekt im Gespräch.  Fotos: REgina Mai
Bürgermeister Ulrich Blau schaute gestern in der Kita vorbei und war ganz schnell mit Leiterin Andrea Zerahn über das Spielplatz-Projekt im Gespräch. Fotos: REgina Mai

Mühl Rosin will in gemeindeeigene Kita investieren / Eltern füllen zunächst eine Ideenkiste „Spielplatz“

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20. März 2015, 06:00 Uhr

Der Spielplatz der Kindertagesstätte „Häschenschule am Mühlbach“ in Mühl Rosin soll neu gestaltet werden. Es ist das größte Vorhaben der Gemeinde in diesem Jahr. Rund 100 000 Euro muss man dafür einplanen und weiß doch noch nicht sicher, ob die Realisierung schon in diesem Jahr abgeschlossen werden kann. Die erste Voraussetzung aber ist erfüllt. Das Vorhaben ist im Haushaltsplan der Gemeinde verankert. Den Etat beschlossen die Gemeindevertreter jetzt.

Ein Defizit im Haushalt könne man durch Rücklagen ausgleichen. „Das war abzusehen, deshalb haben wir in den vergangenen zwei Jahren so gewirtschaftet, dass wir die Lücke schließen können“, erklärt Bürgermeister Ulrich Blau. Der Gemeinde hoffe auch auf Fördergelder für das Projekt „Spielplatz“. Deshalb wolle man nichts übers Knie brechen. „Man muss auch Geduld haben“, spricht Blau aus Erfahrung und fügt hinzu, dass es bisher nie zum Nachteil der Gemeinde gewesen sei, wenn man geduldig Probleme löste. Eine neue Gestaltung des Spielplatzes sei jetzt an der Reihe, wolle man doch den ökologischen Anspruch der Kita in Trägerschaft der Gemeinde auch erfüllen. Dabei werde man beim Unterbau beginnen müssen, berichtet der Bürgermeister. Eine Regenentwässerung sei notwendig, weil das Regenwasser von der Straße bis auf den Spielplatz läuft. Mit Blick auf die Sicherheit müsste auch der Zaun – ein einfacher Holzzaun – ersetzt werden. Die Spielflächen müssen wieder gestaltet und neue Spielgeräte angeschafft werden, zählt Blau auf. Dabei sei ihm ein breiter Konsens zwischen Eltern, Erzieherinnen und Gemeinde wichtig.

Eine Elternversammlung gab es jüngst. „Wir haben die Eltern gebeten eine Ideenkiste für den Spielplatz in den nächsten zwei Wochen zu füllen“, erzählt Kita-Leiterin Andrea Zerahn. Dann werde man sehen, was Eltern und Kindern besonders wichtig ist, was sie sich wünschen, was sie brauchen. Mit Blick auf die Ausrichtung der Tagesstätte auf die Natur werde man danach auswählen. Elternrat, Erzieherteam und Gemeinde sieht auch Andrea Zerahn dabei an einem Tisch. Eines weiß sei aber jetzt schon: Ein Kletterbaum muss wieder her. Nach 15 Jahren habe man sich von dem beliebten Stück trennen müssen. Das Verfallsdatum war erreicht, erklärt die Kita-Leiterin. Seit 17 Jahren fahre man mit dem auf die Natur ausgerichteten Konzept sehr gut, erfahre immer wieder viel Zuspruch. 50 Kinder im Krippen- und Kindergartenalter werden betreut.Aber Spielgeräte, die vorrangig aus natürlichen Materialien bestehen, sind nicht ewig haltbar. Bei einem Arbeitseinsatz im vergangenen Herbst sei sehr deutlich geworden, dass man allein mit engagierten Zupacken an Grenzen stoße. „Die Entwässerung ist unbedingt notwendig“, erklärt Andrea Zerahn. 

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