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Gedenken an friedliche Revolution : Spendenaktion für Denkmal gestartet

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Kunst- und Altertumsverein Güstrow will 5000 Euro für Erinnerungstafel zur friedlichen Revolution sammeln

Der Kunst- und Altertumsverein Güstrow hat die Spendenaktion für die Erinnerungstafel am Güstrower Amtsgericht zur friedlichen Revolution 1989 in der Barlachstadt gestartet (SVZ berichtete). Seit dieser Woche stehen Spendenboxen in der Güstrow-Information, im Weinhaus im Hof sowie in der SVZ-Geschäftsstelle in der Domstraße 9 in Güstrow. Zusätzlich liegen Spendenlisten aus, falls eine Spendenbescheinigung gewünscht ist. Kommende Woche soll der Spendenaufruf zusätzlich in den Hornung-Filialen in Laage und Krakow am See erfolgen. Der Kunst- und Altertumsverein hofft, auf diese Weise rund 5000 Euro für die Erinnerungstafel zusammenzubekommen.

„Ein gleicher Aufruf wird gerade auch noch im Internet vorbereitet. Die Aktion soll fünf Wochen dauern“, sagt Prof. Ingbert Gans vom Kunst- und Altertumsverein. Am 27. Oktober, dem 25. Jahrestag der Güstrower Revolution, soll die Erinnerungstafel angebracht werden. 20 000 Menschen zogen damals vor die SED-Kreisleitung am Franz-Parr-Platz, heute das Amtsgericht. Auf Fenstersimsen und Treppen des Gebäudes zündeten sie Kerzen an. Noch heute sind einige der Rußspuren der Kerzen an der Fassade des Amtsgerichts zu sehen. Bei der Renovierung wurde bewusst ein kleiner Teil auf der linken Seite des Gebäudes ausgespart. Hier soll die Erinnerungstafel angebracht werden. Es handelt sich um eine Glastafel, auf deren Diagonalen Öffnungen sind. Die obere fokussiert den Blick auf die Kerzenspuren, die untere zeigt ein Schwarz-Weiß-Foto von Eckhard Sturz aus der Revolutionszeit. Für den Entwurf der Erinnerungstafel konnte der Kunst- und Altertumsverein den international bekannten Künstler Jörg Herold gewinnen.

Ein solches Denkmal sei wichtig, ist Gans überzeugt. „Es gibt bisher keine konkrete Erinnerung an die friedliche Revolution in Güstrow. Mit diesem neuen Ort der Erinnerung können sich die Güstrower selbst auf die Schulter klopfen, etwas für die friedliche Revolution getan zu haben“, sagt er.


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erstellt am 12.Apr.2014 | 06:00 Uhr

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