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Glocken für St. Marien : Spenden-Endspurt für Glocken

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Neues Geläut für Güstrower Pfarrkirche St. Marien: Es fehlen nur noch 7000 Euro.

von
erstellt am 13.Apr.2016 | 21:00 Uhr

Die Güstrower Pfarrkirchengemeinde ruft zum Spenden-Endspurt für die drei neuen Glocken für St. Marien auf. Noch immer ist das Geld für diese große Neuanschaffung nicht komplett zusammen. Rund 7000 Euro fehlen noch, informiert Pastor Matthias Ortmann. Seit Anfang März stehen die neu gegossenen Glocken bereits für jeden sichtbar in der Pfarrkirche – anfassen erlaubt. Aber Ortmann ist zuversichtlich, dass auch das restliche Geld noch kommen wird. Schließlich hat die Gemeinde bereits mehr als 40 000 Euro Spenden eingeworben. „Ich habe mir noch nie einen Kopf über Geld gemacht. Das ist nur bedrucktes Papier“, gibt sich der Güstrower Pastor gewohnt gelassen.

Ende April kommen alte Glocken runter

Das neue Geläut hat die Pfarrkirchengemeinde aus Eigenmitteln bestritten, schon seit Jahren immer wieder Geld dafür zurückgelegt. 50 000 Euro sollten als Spenden eingeworben werden. Diese Summe ist jetzt fast erreicht – bis auf die 7000 Euro. „Die Glocken sind bereits bezahlt. Wir bezahlen unsere Handwerkerrechnungen immer prompt“, so Ortmann. 115 000 Euro gingen an die Glockengießerei in Lauchhammer. Jetzt kommen noch rund 25 000 Euro an Kosten hinzu, um die Glocken auf den Turm zu bringen. In der letzten Aprilwoche werden zwei der vier Glocken aus dem Turm der Pfarrkirche abgenommen. Eine Uhrenschlag-Glocke sowie die älteste Glocke von 1425 bleiben oben. In den ersten beiden Maiwochen kommen die drei neuen Glocken in die Spitze des Kirchturms. „Dann haben wir ein volles Geläut“, sagt Ortmann. Dafür wurde der Glockenstuhl bereits überarbeitet. Pfingsten sollen die neuen Glocken erstmals über der Stadt läuten.

 

Eine Grimmener Firma wird die alten Glocken runterholen und die neuen nach oben befördern. Dazu gibt es im Gewölbe des Kirchturms eine zwei Meter große Öffnung. Der Turmeingang der Pfarrkirche wird in der letzten April- sowie in den ersten beiden Maiwochen deshalb geschlossen sein.

Unterdessen finden weiterhin sonnabends die Benefizmusiken für die neuen Glocken in der Pfarrkirche statt. Immer um 11.30 Uhr gibt es Orgelspiel, Lesungen und Erklärungen zu den drei neuen Glocken. „Dann lassen wir auch unsere kleine Tonglocke rumgehen, die als Sparschwein dient“, merkt Ortmann an. Anfang Mai ist zudem ein Gottesdienst für die Güstrower Gewerbetreibenden geplant. Dann werden die restlichen Spenden sicherlich reinkommen, hofft Ortmann.

Darüberhinaus hat der Pastor, der im Sommer nach 18 Jahren in Güstrow in den Ruhestand geht, noch ein weiteres Projekt zu bewältigen. Der Südgiebel des Pfarrhauses gegenüber der Kirche muss isoliert und saniert werden. „Das soll Ende April losgehen. Dann soll die benachbarte Brandruine Markt 30 abgerissen sein und dann können wir an den Südgiebel ran“, sagt Ortmann.  

 

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