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KMG-Klinikum Güstrow : Spaziergang durch den Magen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

KMG-Klinikum Güstrow öffnete Türen / 15 Jahre steht Krankenhaus am Rande der Stadt / Intensivstation wird vergrößert

Haben Sie schon einmal in das Innere eines Magens gesehen? Im KMG-Klinikum Güstrow gab es jetzt beim Tag der offenen Tür die Möglichkeit dazu. Das Haus wurde im April 1999 in der Friedrich-Trendelenburg-Allee eröffnet – das heißt, vor genau 15 Jahren. Ein Grund für die Mitarbeiter, den Besuchern ein Stück weit den Blick hinter die Kulissen zu ermöglichen. Die Vorträge der Ärzte waren an diesem Tag gut besucht.


Klinik-Clowns unterhielten Gäste


Carsten Neue aus Waren schaute sich mit dem 15 Monate alten Edgar Richter in dem Magen-Modell um und ließ sich zeigen, wie beispielsweise eine Reflux-Erkrankung des Magens aussieht. „Dies heißt auch Rückfluss von Magensäure – also bei saurem Aufstoßen“, erklärte der Chefarzt der allgemeinen Viszeral-Chirurgie Christoph Prinz. Doreen Lemcke und ihre Töchter Naya und Milena ließen sich zudem von den beiden Klinik-Clowns Kiki und Henriette aufhalten und unterhalten. „Eigentlich kam ich wegen einer akuten Geschichte meiner Tochter hierher, doch nun geht es schon besser und ich finde es toll, was hier angeboten wird“, erzählte Doreen Lemcke.

Jessica Wojcik versuchte am Sonnabend, ein Gummitier mit Arthroskopie-Gerät und einer Zange aus einem Karton „heraus zu operieren“. „Man braucht schon einiges an Vorstellungsvermögen dazu, wenn man nur über eine Kamera sehen kann, was man tut“, erklärte Antonia Zinke, die als Assistenzärztin diesen Stand mit betreute. Einigen Andrang gab es auch im Raum, wo nicht nur Körperfett, sondern auch Blutzucker und Blutdruck gemessen wurden. Bei wem erste Anzeichen von Übergewicht festzustellen waren, der erhielt gute Tipps und entsprechendes Informationsmaterial mit auf den Weg. Andere nahmen das Angebot wahr, sich im Kreißsaal umzuschauen.


Neuer Schwerpunkt Altersmedizin


KMG-Verwaltungsdirektor Matthias Fischer zeigte sich zufrieden mit der Resonanz der Besucher an diesem Tag. Nicht jedes Jahr werde ein Tag der offenen Tür angeboten, doch jetzt gebe es einige Umstrukturierungen. „Nach 15 Jahren wollen wir einige Dinge neu ordnen“, sagt er. Unter anderem wurde ein Suchtzentrum eröffnet und im September ist die Öffnung einer Abteilung für Geriatrie (Altersmedizin) geplant. „Weil die schnelle Hightech-Medizin manchmal den alten Menschen nicht gerecht wird“, so Matthias Fischer. Während sonst oftmals sehr organbezogen behandelt werde, müsse man bei älteren Menschen das Ganze im komplexen Ansatz sehen. Auch die Intensiv-Bettenanzahl wolle man erhöhen. Derzeit gibt es 21 an der Zahl, 14 weitere Intensiv-Betten sollen dazu kommen. „Es gibt Eingriffe, bei denen man ein Intensiv-Bett verfügbar haben muss, ansonsten kann man sie nicht durchführen“, erklärt der Verwaltungsdirektor diese geplante Aufstockung.


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