Stadtwerke Güstrow : „Sparsamkeit ist oberstes Gebot“

Blicken positiv ins Jubiläumsjahr: Stadtwerke-Chef Edgar Föniger und Marketingverantwortliche Juliane Klimt
Blicken positiv ins Jubiläumsjahr: Stadtwerke-Chef Edgar Föniger und Marketingverantwortliche Juliane Klimt

Die teure Sanierung des Güstrower Freizeitbades „Oase“ sitzt dem Stadtwerke-Chef Edgar Föniger im Nacken

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03. März 2016, 05:00 Uhr

Im 25. Jahr ihres Bestehens stehen die Stadtwerke Güstrow besser da als je zuvor. Das freut Geschäftsführer Edgar Föniger außerordentlich. Zufrieden bezeichnet er die wirtschaftliche Situation des Energieversorgungsunternehmens als „sehr stabil“. Doch die prekäre Situation des Freizeitbades „Oase“ bereitet Föniger weiterhin Bauchschmerzen – auch wenn er es nicht offen zugibt. Schwerwiegende und kostenintensive Entscheidungen stehen an. Deshalb halten sich die Stadtwerke dieses Jahr auch auffällig mit neuen Investitionen zurück. Denn für kommendes Jahr steht die Komplettsanierung mit Attraktivitätssteigerung des finanziell angeschlagenen Bades an (SVZ berichtete) – eine Investition von mindestens fünf Millionen Euro, die auf die Stadt und die Stadtwerke Güstrow zukommen.

„Sparsamkeit ist oberstes Gebot“, sagt Föniger. Jedes Jahr müssen die Stadtwerke eine Millionen Euro für das defizitäre Bad zuschießen. Doch die Linie ist klar – und da geht Föniger mit der Stadtvertretung konform: „Wir bekennen uns zur ,Oase’.“ Die Vorbereitungen für die Sanierung seien in vollem Gange. Während der Modernisierung und Neugestaltung der „Oase“ – inklusive einer neuen Rutsche, wie von den Stadtvertretern beschlossen – muss das Bad voraussichtlich ein halbes Jahr geschlossen werden. „Wir versuchen dafür die besucherarme Zeit zu nutzen“, sagt Föniger.

Unterdessen wurde die Betriebsführung der „Oase“ neu ausgeschrieben, nachdem der Vertrag von Geschäftsführer Frank Schlatz nicht verlängert wurde. Eine externe Firma solle laut Föniger künftig den Betrieb führen und auch den Geschäftsführer stellen. „Alle Mitarbeiter sollen übernommen werden“, unterstreicht er. Trotz der schwierigen Lage gibt sich der Stadtwerke-Chef optimistisch: „Wir sind wirtschaftlich in der Lage, die ,Oase’ in die Zukunft zu führen. Deshalb agieren wir auch kaufmännisch vorsichtig. Wir treten zwar nicht auf die Bremse, übernehmen uns aber auch nicht.“


„Stetig steigende Entwicklung“


Die wirtschaftlich gute Lage begründet Föniger vor allem auch mit dem Hauptprodukt „Stromissimo“. Hier gebe es eine „stetig steigende Entwicklung“. Deutschlandweit haben sich die Güstrower damit mittlerweile als Strom- und Gaslieferant etabliert. „Sehr erfolgreich“, so Föniger. Zuwachs gebe es besonders bei Gewerbekunden. Das stimmt ihn positiv für die Aktionen zum 25-jährigen Jubiläum: Am 26. Mai wird auf dem Distelberg ein Spielplatz eingeweiht, den die Stadtwerke mit der Wohnungsgesellschaft Güstrow neu hergerichtet und ausgestattet haben. Zum Stadtfest am 11. Juni sponsern die Stadtwerke die Partyband und zum MV-Tag am 9. und 10. Juli sind öffentlichkeitswirksame Aktionen im alten Wasserkraftwerk am Berge geplant. Schon am Wochenende stellen die Stadtwerke bei der Güstrow-Schau die E-Mobilität in den Mittelpunkt.  

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