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Von der Stadtvertretersitzung: : Spalier für Schulneubau

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Lehrer und Eltern der Thomas-Müntzer-Schule wollen, dass ihre Schule endlich saniert und erweitert wird

svz.de von
erstellt am 23.Mai.2015 | 04:00 Uhr

Wer Donnerstagabend ins Bürgerhaus zur Stadtvertretersitzung wollte, musste vor der Tür durch ein Spalier gehen. In blauen „Schultrikots“ hatten links und rechts des Eingangs Lehrer der Thomas-Müntzer-Schule aus der Nordstadt Stellung bezogen.

„Wir wollen der Forderung Nachdruck verleihen, dass endlich der Containerbau an unserer Schule durch einen Neubau ersetzt wird!“, sagt Schulleiterin Manuela Siegesmund. „Die Stadtvertretung plant den Schulanbau schon seit vier Jahren, doch bisher ist nichts passiert“, sind sie und ihre Kollegen sauer. Dieser Zustand sei nicht länger hinnehmbar, so die Schulleiterin. Eigentlich sollte der Containerbau nur eine Notlösung für eine Übergangszeit sein, erinnert sie. „Und jetzt steht er schon 22 Jahre.“ Inzwischen seien die Bedingungen dort so schlecht, dass es für Schüler und Lehrer unzumutbar sei, betont sie. „Es regnet durch, Fußböden und Wände sind kaputt, es zieht und knackt an allen Ecken. Wir ertragen das nicht länger“, so Manuela Siegesmund.

Dies wollten sie und ihre Kollegen Donnerstagabend erneut klar machen. Stand doch die Schulsanierung wieder einmal auf der Tagesordnung der Stadtvertretersitzung: allerdings im nichtöffentlichen Teil. Weshalb sich dazu vorher im öffentlichen Teil niemand äußern durfte, auch kein Bürger in der Fragestunde. Deshalb griff Schulmitarbeiterin Bärbel Wendorf zu einem Trick und stellte vom Rednerpult aus die entscheidende Frage: „Wie geht es weiter mit der Sanierung und dem Anbau der Thomas-Müntzer-Schule?“ Eine Antwort darauf aber erhielt sie erwartungs- und vorschriftsgemäß im öffentlichen Teil nicht. Wir hakten deshalb gestern beim Bürgermeister nach und erfuhren von Arne Schuldt, dass die Stadtvertreter über die Vergabe des Planungsauftrages für die Schulsanierung noch keine endgültige Entscheidung getroffen haben. Dies sei auf die nächste Stadtvertretersitzung am 9. Juli verschoben worden. „Es wurde aber beschlossen, dass die Sanierung und Erweiterung der Thomas-Müntzer-Schule das wichtigste Projekt ist, das die Stadt für die EFRE-Förderung (das Förderprogramm für mittelgroße Städte) anmelden wird“, betont er. Ohne Fördermittel gehe es nicht. Dass an der Schule etwas geschehen müsse, sei klar, meint er. Entschieden werden müsse nun noch über die genaue Verfahrensweise der Ausschreibung und der Finanzierung. „Wir werden den Bedarf noch in diesem Jahr für das Förderprogramm anmelden. Es geht also nicht mehr um die Frage, ob die Schule saniert und erweitert wird, sondern nur noch um das Wie!“, sagt Arne Schuldt. Die Schule sei auf jeden Fall in Güstrow das wichtigste Förderprojekt der nächsten Zeit, versucht er Mut zu machen.

 

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