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Güstrower Anzeiger

20. Oktober 2017 | 14:47 Uhr

Unwetter in Pölitz : Sorge um labile Linden

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Nach Sturmschäden stellen Pölitzer ihre Lindenallee infrage – bisherige Untersuchungen geben aber keinen Anlass zur Sorge.

von
erstellt am 16.Aug.2017 | 05:40 Uhr

Roland Majewski und sein Nachbar Karsten Rybacki sind ziemlich sauer. Vor zwei Wochen war ein Unwetter mit Windhose über Pölitz gekommen und hat etliche Bäume entwurzelt und umgeworfen. Alle Straßen seien inzwischen wieder befahrbar. Überall aber würden noch Stämme und Äste liegen. Manche auch noch abgeknickt an Bäumen hängen. „Das muss doch in Ordnung gebracht werden. Oder muss erst etwas Schlimmes passieren“, klagte Roland Majewki gegenüber SVZ und fügte hinzu: „Wer ist wichtiger – die Allee oder die Menschen?“

Für Majewskis und Rybackis war die Windhose nur der Anlass ihr generelles Problem mit den Alleebäumen auf den Tisch zu legen. „Wenn hier mal ein Baum bei uns aufs Dach fällt, kann es uns im Schlafzimmer erwischen“, sagt Karsten Rybacki bei einem Vor-Ort-Termin, zu dem SVZ auch Bürgermeister Rolf Matschinsky gebeten hatte. Aus ihrer Sicht sind viele Bäume krank. Das Unwetter habe jetzt gezeigt, dass es mit der Standsicherheit nicht mehr weit her sei. „Wir wollen hier in Sicherheit leben“, betont Roland Majewksi. Man lebe hier in einem Dorf und nicht im Wald. Ginge es nach ihm, könnten die Bäume weg, auch die Weiden am Teich. Und wenn die Allee schon erhalten bleiben müsse, dann sollte die Bäume wenigsten regelmäßig geschnitten werden.

Bürgermeister Matschinsky hielt dagegen, dass die Gemeinde rund 12 000 Euro im Jahr für Baumpflege ausgeben würde. Es sei nicht so, dass die Gemeinde nichts unternehme. Auch er hatte erwartet, dass die Firma, die mit der Beseitigung der Sturmschäden beauftragt wurde, mehr gemacht hätte. „Die Vorwürfe sind gerechtfertigt. Wir müssen mit dem Amt klären, was zu tun ist“, sagt Matschinsky.

Eine SVZ-Nachfrage beim Amt Laage ergab, dass die Firma lediglich den Auftrag hatte, die Straßen freizuräumen. Ansonsten sei der Gemeindearbeiter gefragt, informiert Stadträtin Petra Müller. Außerdem habe im April ein Sachverständiger zwei Bäume in der Lindenstraße, deren Zustand fragwürdig erschien, untersucht. „Beide sind standsicher. Ein Baum ist völlig in Ordnung, beim zweiten muss eine Kronenpflege erfolgen“, berichtet Müller. Die sei schon im Juni beauftragt worden, werde nach ihren Informationen nun aber in der nächsten Woche erfolgen. Dieser Baum sei jetzt bewusst außen vor geblieben, schließlich könne man nicht zwei Firmen mit der Pflege eines Baumes beauftragen.

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