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Güstrower Anzeiger

20. November 2017 | 13:04 Uhr

Krakow am See : Sorge um Krakower Kulturamt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Krankheit und nahende Rente sorgen für Defizite und Diskussion um Einsparpotenzial für defizitären Haushalt.

von
erstellt am 02.Sep.2016 | 05:00 Uhr

Große Sorge um die Kultur im Luftkurort macht sich der Krakower Bernd Gerlich. Eine Stelle hat die Stadt für die Kulturarbeit, und die ist seit längerer Zeit wegen Krankheit nicht ausgefüllt. So musste jüngst zum Fischerfest der Stadtvertreter Frank Eilrich einspringen und die organisatorischen Fäden halten, wofür ihm auf der Stadtvertretersitzung am Dienstagabend durch die Runde herzlich gedankt wurde.

Bernd Gerlich sieht aber die Gefahr, dass die Kultur in Krakow am See in der Qualität und in der Angebotszahl nachlassen könnte. Altstadtfest, Mittsommernachtslauf, Fischerfest…, er wolle am liebsten sogar für mehr plädieren. Speziell im Hauptsaisonmonat Juli erscheine ihm das Angebot doch ein wenig mager. Einen konkreten Vorschlag möchte er deshalb unterbreiten: ein Slackline-Festival. Das, möglicherweise sogar über dem Wasser und somit „ohne Netz und doppelten Boden“, könnte eine große Attraktion für den Luftkurort sein, denkt Bernd Gerlich.

In der Tat sorgt man sich um die Kulturamtsstelle, die eine von insgesamt ist, die sich die Stadt leistet. Der Landkreis habe der Stadt bereits signalisiert, dass hier dann Einsparpotenzial wäre, wenn denn die Mitarbeiterin in Rente ginge, tat Bürgermeister Wolfgang Geistert kund. Da dieser Zeitpunkt nicht mehr in all zu ferner Zukunft liegt, käme das Szenario immer dichter auf sie zu. Und doch werde es schwierig, diese Stelle zu halten, solange der städtische Haushalt nicht konsolidiert sei. „Die Haushaltsdiskussion für 2017, die uns im Herbst bevorsteht, wird schon knifflig genug werden“, deutete der Bürgermeister schon mal an. Doch weitere Veranstaltungen zu etablieren, das wäre aus seiner Sicht schwierig – selbst mit einem Kulturamt.

Einwohner Erich Blumenthal nutzte die Gelegenheit zu einer mahnenden Wortmeldung: „Man sagt ja, Kultur rechnet sich nicht. Aber wenn Kultur gestrichen wird, dann wird es sich rechnen – und zwar negativ.“ Dass die Stelle für den Luftkurort wichtig sei und erhalten werden solle, gab es in der Runde zumindest keinen Widerspruch. Vorläufiges Schlusswort des Bürgermeisters: „Die Frage ist nur, wovon wir das bezahlen.“

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