Wahl 2017 : Sonntag haben Sie die Wahl

Bürgermeisterwahlen in Laage mit vier Kandidaten und in Güstrow mit zwei Bewerbern.

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22. September 2017, 21:00 Uhr

Neben der Wahl zum 19. Deutschen Bundestag sind am Sonntag die Bürger von Güstrow und Laage aufgerufen, ihren neuen Bürgermeister zu bestimmen. Wahlberechtigt sind zur Bürgermeisterwahl alle Einwohner der jeweiligen Kommune, die am Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet haben. Zur Bundestagswahl sind die deutschen Staatsbürger ab 18 Jahren zugelassen. Der Bundestag wird für vier Jahre gewählt.

In Güstrow wird das Stadtoberhaupt für die kommenden sieben Jahre gesucht. Es gibt nur zwei Kandidaten, beide treten als Einzelbewerber an, beide sind parteilos. Damit ist klar: Wer am Sonntag die meisten Stimmen bekommt, ist gewählt.

Etwas anders ist die Situation in Laage. Bei vier Bewerbern ist jener gewählt, der morgen mehr als 50 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen bekommt. Nach allen Erfahrungen erscheint das eher unwahrscheinlich. Dennoch ist der Urnengang morgen extrem wichtig. Denn wenn keiner die 50-Prozent-Marke knackt, gibt es am 8. Oktober eine Stichwahl. Und bei dieser treten die beiden Bewerber an, die morgen die meisten Stimmen bekommen. Morgen entscheiden also die Wähler der Stadt Laage und ihrer Ortsteile, wer zumindest die Chance bekommen soll, die Nachfolge von Ilka Lochner anzutreten.

Neun Bewerber um ein Direktmandat

Neun Kandidaten bewerben sich um das Direktmandat für den Wahlkreis 17 im 19. Deutschen Bundestag. Der Wahlkreis 17 umfasst den gesamten Altkreis Güstrow, bezeichnet auch als Landkreis Rostock III, sowie den westlichen Teil des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte, versehen mit der II. Folgende Wahlvorschläge wurden eingereicht und vom Kreiswahlausschuss zugelassen:

• Eckhardt Rehberg (CDU), Dipl.-Ing. Informationsverwaltung/MdB, geb. 1954/in Ribnitz-Damgarten, wohnhaft Marlow

• Heidrun Bluhm (Die Linke), Mitglied des Bundestages, 1958/Schwerin, Schwerin

• Jeannine Pflugradt (SPD), Industriekauffrau, 1973/Neustrelitz, Neustrelitz

• Ulrike Schielke-Ziesing (AfD), Verwaltungsangestellte, 1969/Neubrandenburg, Groß Teetzleben

• Monika Göpper (Grüne), Krankenschwester, 1967/ Langenargen, Malchow

• David Norbert Petereit (NPD), Unternehmer, 1982/Rochlitz, Satow

• Sascha Zimmermann (FDP), Rechtsanwalt, 1975/Königs Wusterhausen, Güstrow

• Christian Nikolaus Paul Ronge (Freie Wähler), Dipl.-Kaufmann, 1955/Bottrop, Waren

• Barbara Maria Schilke (MLPD), Geschäftsführerin, 1953/Düsseldorf, Alt Schwerin.

Mit ihrer sogenannten Erststimme entscheiden die Wähler über die Vergabe des Direktmandates. Nach dem Prinzip „Der Gewinner bekommt alles“ zieht nur derjenige Bewerber „direkt“ in den Bundestag ein, der die meisten Stimmen in seinem Wahlkreis bekommt. Achtung: Sie dürfen nur eine Stimme vergeben, also bei der Erststimme nur ein Kreuz machen.

Letzteres gilt auch für die sogenannte Zweitstimme: Nur ein Kreuz ist hier zulässig. Damit geben Sie ihre Stimme einer Partei. In Mecklenburg-Vorpommern stellen sich insgesamt 13 Parteien mit einer Landesliste zur Wahl. Die Zweitstimmen werden prozentual auf die Bewerberparteien aufgeschlüsselt. Parteien, die die Fünf-Prozent-Hürde überspringen, ziehen in den Bundestag ein. Die Stimmen aller anderen Parteien fallen symbolisch unter den Tisch.

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