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Begegnungszentrum in Güstrow : Sonntag erster Spatenstich

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Projekt „Leuchtturm“ errichtet generationsübergreifendes Begegnungszentrum auf Güstrower Distelberg.

svz.de von
erstellt am 13.Jan.2017 | 12:00 Uhr

Auf ein großes Vorhaben freuen sich die Mitarbeiter des diakonisch-missionarischen Projekts „Der Leuchtturm“ der Landeskirchlichen Gemeinschaft in Güstrow. Am Sonntag, pünktlich zum 9. Geburtstag des Projekts, erfolgt der erste Spatenstich für ein neues Begegnungszentrum auf dem Distelberg hinter dem Amt Güstrow-Land. Und schon im Sommer sollen Kinder, Jugendliche und Eltern ihr neues Domizil in Besitz nehmen können. „Es soll ein Begegnungszentrum für alle Generationen werden“, wünscht sich Andrea Kühn, Leiterin des „Leuchtturms“. Die Baukosten von etwa 250 000 Euro werden durch zahlreiche kleine und größere Spenden sowie 50 000 Euro von der Ikea-Stiftung finanziert.

Neuer Bungalow auf Distelberg



Hielten die Mitarbeiter ihre Angebote bisher in zwei kleinen Räumen vor, wird das ab Sommer enorm erweitert. Knapp 150 Quadratmeter groß wird das im Bungalow-Stil errichtete Haus sein. Neben einem 60 Quadratmeter großen Raum, der durch eine Trennwand teilbar ist, ist ein weiterer Raum für kleinere Gruppenarbeiten vorgesehen. Auch Duschen, ein großer Küchenbereich und sogar ein behindertengerechtes WC gehören zur Ausstattung. „Hier können wir dann unsere Wochenprogramme so umsetzen, wie wir es schon immer gern wollten“, sagt Samuel Rahn. Der Zimmermann und Arbeitspädagoge ist für die Bauplanung verantwortlich. Bedarfsorientiert wollen die derzeit zwei Angestellten mit ihren Ehrenamtlern, Praktikanten und Bundesfreiwilligendienstlern arbeiten. Da gehe es eben auch um altersgerechte und geschlechterorientierte Angebote. Dies sei in den neuen Räumen einfach besser umsetzbar. Außerdem bieten sie auch die Möglichkeit, besondere Angebote wie Übernachtungsaktionen, Musical-Projekte oder auch mal einen Gottesdienst hier vor Ort durchzuführen.

Schon die Starthilfe von der „Aktion Mensch“ für das Projekt, das vor neun Jahren auf der Ahornprommenade einzog, brachte notwendiges Geld, um eine Leiterin anstellen zu können. Seit 2011 tut dies Andrea Kühn. „Knapp 200 Freunde finanzieren unsere Arbeit regelmäßig“, so die beiden hauptamtlichen Mitarbeiter. Als der Ansturm von Kindern immer größer wurde, wurde auch die Frage nach größeren Räumen lauter. „In der Woche kommen etwa 60 Kinder, Jugendliche und Eltern hierher“, erzählen sie.

Darum stand die Frage seit zwei Jahren immer wieder auf der Tagesordnung: Wo könnten wir neue Räume finden bzw. bauen? Diese klärte sich nun. Die Pfarrkirche besitzt ein Grundstück auf dem Distelberg, bisher eine Wiese. Dies stellt sie für den Bau über einen Erbpachtvertrag zur Verfügung. Bauherr ist der Mecklenburgische Gemeinschaftsverband, zu dem die Landeskirchliche Gemeinschaft Güstrow gehört. Die Gemeinschaft wiederum ist Träger des Projektes „Leuchtturm“.

Der Bauantrag wurde bereits im Sommer 2016 gestellt, allerdings dauerte die Genehmigung ihre Zeit. Doch nachdem die Zusage Ende des Jahres einging, kamen auch die noch fehlenden Spenden zusammen. „Wir sind dankbar und können über unseren Gott nur staunen“, sagt Andrea Kühn. Auch wenn sie nun bald in neue Räume ziehen, sind ihnen nicht Immobilien wichtig. „Es geht uns um die Menschen. Wichtig ist, dass wir für sie in Bewegung bleiben“, sagt Samuel Rahn.

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