Kronskamp : Sonnenblumenfeld – ökologisch und schön

Moniqui Stahr-Kohls ist begeistert vom Sonnenblumenfeld bei Kronskamp. Die 42-Jährige lebte sechs Jahre in Norwegen und kehrte nun nach MV zurück. Nach der Abwesenheit kann sie sich an der Natur und Landschaft daheim ganz besonders freuen.
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Moniqui Stahr-Kohls ist begeistert vom Sonnenblumenfeld bei Kronskamp. Die 42-Jährige lebte sechs Jahre in Norwegen und kehrte nun nach MV zurück. Nach der Abwesenheit kann sie sich an der Natur und Landschaft daheim ganz besonders freuen.

Zwischen Kronskamp und Laage lacht an der B 103 derzeit immer die Sonne.

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05. August 2016, 12:00 Uhr

Zwischen Kronskamp und Laage scheint die Sonne, auch wenn der Himmel wolkenverhangen ist. Allerdings würden sich auch die Sonnenblumen gern dem strahlenden Planeten entgegen recken. Der Landwirtschaftliche Milchhof „Am Recknitztal“ sorgt für die Blütenpracht. Dahinter steckt das „Greening“. Die Landwirtschaft in Europa soll grüner werden. Das  fordert die EU und so wurden in der jüngsten Agrarreform die  ökologischen Vorrangflächen – in diesem  Fall ein Sonnenblumenfeld – aufgenommen.

„Wir haben hier einen einjährigen Blühstreifen als ökologische Vorrangfläche“, berichtet Ute Komorowski vom Landwirtschaftlichen Milchhof. Auch in der Vergangenheit hätten an der B 103 schon Sonnenblumen gestanden, aber die seien eher schlecht als recht gewachsen. „Jetzt hatten wir uns mal richtig damit beschäftigt und eine gute Saatmischung ausgesucht“, erklärt die Mitarbeiterin des Milchhofes. „Diesmal sieht es so schön aus. Wir sind selbst begeistert“, fügt sie hinzu. Die Blumen blühen auf einer Fläche von 3,7 Hektar.

Einen wirtschaftlichen Nutzen habe der Anbau nicht. Man könnte aus Sonnenblumen Öl gewinnen. Das aber passiert nicht, betont Ute Komorowski. Irgendwann wird die Pracht dahin sein. Dann werden sie abgemäht, zerkleinert und bleiben als Mulch auf der Fläche bis zum nächsten Frühjahr liegen.

Beim Greening, so erklärt Peter Brandt, Geschäftsfürher des Bauernverbandes Güstrow, gehe es einmal um eine Anbaudiversifizierung, also um eine artenreiche Fruchtfolge, um die Erhaltung des Dauergrünlandes und um ökologische Vorrangflächen in Europa. Letztere sollen fünf Prozent der Anbaufläche eines Landwirtschaftsunternehmens ausmachen. Die Flächen werden aus der Produktion herausgenommen – also eigentlich stillgelegt –, aber doch z.B. wie in Kronskamp mit Sonnenblumen bestellt, die nicht wirtschaftlich genutzt werden.

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