Wald : Sonne und Wind – Waldbrandgefahr steigt

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Seit Montag Waldbrandstufe 3 im Forstamt Güstrow / Tägliche Auswertung aktueller Daten

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11. Juni 2015, 06:00 Uhr

Im Forstamt Güstrow musste zu Beginn der Woche die Waldbrandwarnstufe 3 ausgerufen werden. Hinter der Drei steckt eine mittlere Waldbrandgefahr, die eine erhöhte Bereitschaft erfordert. Bereits bei der Stufe 2 läuft ein Waldbrandmeldesystem an und kommt mit jeder höheren Stufe weiter auf Touren. Täglich werden Daten ermittelt und ausgewertet. Dies geschieht im Leitforstamt Güstrow auch für die Forstämter Schlemmin und Dargun.

„Wir haben jetzt Bereitschaftszeiten in der Woche von 15.30 bis 18 Uhr und am Wochenende von 11 bis 18 Uhr“, berichtet Matthias Poeszus vom Forstamt Güstrow. Über Telefon 0 38 43/8 30 11 22 sei der Förster in Bereitschaft stets zu erreichen. Die südlichen Bereiche des Güstrower Forstamtes würden über Feuerwachtürme der Zentrale in Mirow überwacht. Von dort aus habe man den Bereich bis Güstrow im Blick, darüber hinaus nicht. Glücklicherweise sei es aber so, dass der nördliche Teil des rund 17 000 Hektar Wald umfassenden Forstamtes weniger gefährdet sei. Hier herrschen Mischwälder vor, in denen die Waldbrandgefahr generell geringer ist als beispielsweise in Kiefernwäldern, die auf ärmeren, oft sandigen Böden, die schnell austrocknen, wachsen.

Insgesamt wird das Forstamt bei der Waldbrandgefahr in die niedrige Kategorie eingeordnet. Lediglich für das Revier Kirch Rosin 1(Bereich Klueß-Devwinkel) gelte die mittlere Kategorie, erklärt Poeszus. Er selbst füttert den Computer täglich mit Daten der Wetterstationen Laage und Goldberg. Ein Computerprogramm errechne daraus täglich neu die Waldbrandstufen. „Von der Waldbrandeinsatzzentrale in Mirow kommen dann nachmittags die Ergebnisse an alle Leitforstämter“, erklärt Poeszus. Über einen Mail-Verteiler gebe er die Informationen an alle Waldbesitzer, die Rettungsleitstelle, den Katastrophenstab und andere weiter. Gestern Nachmittag wurde für das Leitforstamt Güstrow die Stufe 3 bestätigt. Das benachbarte Forstamt Sandhof musste die Stufe 4 ausrufen, berichtet Poeszus. Die Forstämter Jasnitz und Torgelow als erste in Mecklenburg-Vorpommern die 5.

Durchschnittlich eher wenig Regen, dafür aber viel Wind und Sonne hätten die Waldböden in der Güstrower Region austrocknen lassen. Wenn das so weitergeht, nähere sich auch das Forstamt Güstrow der Waldbrandwarnstufe 4. Diese habe man im vergangenen Jahr als das System von den Stufen 0 bis 4 auf 1 bis 5 umgestellt worden war, zu keinem Zeitpunkt erreicht. Poeszus leitet aber aus den Wettervorhersagen Hoffnung ab. Am Sonnabend und Sonntag könnte es Regen geben. Der würde die Situation erst einmal wieder entspannen.

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