Atemberaubende Aussicht von Windkraftanlage : Sommertour in luftiger Höhe

<strong>Stefanie Zepik (23) und Karl-Heinz Kebschull (64)</strong> genießen in 80 Metern Höhe die weite Aussicht und das schöne Wetter. <fotos>Jennifer Nitzschke (5)</fotos>
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Stefanie Zepik (23) und Karl-Heinz Kebschull (64) genießen in 80 Metern Höhe die weite Aussicht und das schöne Wetter. Jennifer Nitzschke (5)

Das Wetter ist zwar besser für eine Photovoltaikanlage, als für Windkrafträder, doch in 80 Metern Höhe reicht nur ein bisschen Wind, um nervös zu werden. Das bemerkten die Besucher unserer SVZ-Sommertour schnell.

svz.de von
27. Juli 2012, 06:29 Uhr

Güstrow | Das Wetter ist zwar besser für eine Photovoltaikanlage, als für Windkrafträder, doch in 80 Metern Höhe reicht einem auch schon nur ein bisschen Wind, um nervös zu werden. Das bemerkten die Besucher unserer gestrigen SVZ-Sommertour schnell. Diesmal ging es in den Windpark bei Lüssow. 15 Leser bekamen hier die Chance auf eine Windradbesteigung bei schönstem Wetter.

Doch bevor es ans Leitersteigen ging, mussten erst einmal alle richtig gesichert werden. Gar nicht so einfach, die Gurte richtig anzulegen, doch mit ein bisschen Hilfe war alles festgezurrt und es konnte losgehen. An einem kleineren Windrad begann die Besteigung. Mit dem Hinterteil gegen die Wand und die Leitersprossen in der Hand ging es stückweise vorwärts. Mit zunehmender Höhe wurden auch die steigenden Temperaturen zum Problem; im Inneren des Windrades ist sehr stickige und heiße Luft. Die Sonne hat die Wände so aufgeheizt, dass das Anlehnen schon fast unangenehm war.

Oben angekommen, konnten alle Kletterer endlich an der frischen Luft aufatmen - das tut gut! Doch in den Gesichtern war zu sehen: Die Anstrengung hat sich für alle gelohnt. Johann-Georg Jaeger, der die Führung leitete, erklärte viel zu den Anlagen und auch zu anderen erneuerbaren Energien. Das provozierte auch viele Fragen, die manchmal zu kontroverser Diskussion führten. Vor allem die Technik, die in der Anlage steckt, faszinierte aber alle. Fritz Tschiesche scherzte, er habe in der Schule damals nicht richtig aufgepasst und könne jetzt im Alter noch richtig viel dazulernen. Er fand es interessant zu erfahren, welche Rolle die erneuerbaren Energien im Gesamtnetz spielen. Zum Beispiel brauche ein Windrad zunächst selbst ein wenig Energie, um erstmal anzulaufen, wenn es angeschaltet wird, erklärte Jaeger. Und demonstrierte das! In dem Moment, beim Anschalten, fing der Turm an ein wenig zu schwanken und drehte sich in die gewünschte Windrichtung. Sohn Johannes Jaeger fand das ganz aufregend, Anngrit Zepik dagegen sah schon ein wenig verängstigt drein.

Der Abstieg lief dann sehr schnell und ohne Probleme, obwohl Fritz Tschiesche meint, dass ihm dieser länger vorkam, als der Aufstieg. Gerne hätte er auch einen Fahrstuhl genutzt, wenn die Möglichkeit bestanden hätte, doch auch er fand, dass ein bisschen Kletterei beim Besteigen eines Windrades halt dazugehört.

Kommenden Freitag schließen wir die diesjährigen SVZ-Sommertouren mit einer Besichtigung des neuen Igefa-Lagers in Kronskamp ab. Wie bei allen Veranstaltungen gilt aber auch hier: ausgebucht!

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