Rummel : Sommerkirmes in Güstrow

Maik Wipper, genannt „Thorschten“, und seine Kollegen freuen sich schon auf die Gäste auf den Fahrgeschäften und an den Buden.
Maik Wipper, genannt „Thorschten“, und seine Kollegen freuen sich schon auf die Gäste auf den Fahrgeschäften und an den Buden.

Vergnügungspark Alberti aus Potsdam macht drei Tage auf Platz an der Bleiche Station

23-11367760_23-66109652_1416395934.JPG von
11. Juni 2015, 06:00 Uhr

Autoscooter, Hollywoodlift, Kinderkarussell, Naschbuden… auf dem Platz an der Bleiche beginnt morgen Kirmes. Nach dem Erfolg vom vergangenen Jahr macht der Vergnügungspark Alberti wieder in der Barlachstadt Station. Vor der Wende kamen die „Albertis“ regelmäßig nach Güstrow, was dann Ende der 80er-Jahre irgendwie einschlief. „Die Tourenpläne waren einfach nicht passend“, versucht Senior-Leiter Lothar Köpke eine Erklärung. Doch der gute Zuspruch der Güstrower im vergangenen Jahr habe ihm Mut gemacht. Köpke erinnert sich nämlich gar zu gern an eine Tournee im Jahre 1971, die „Alberti“ nach Bützow führte. „Ich habe da geheiratet! Im Rathaus und in der schönen Kirche daneben. Und in der Tarnower Gaststätte haben wir dann alle gemeinsam gefeiert“, erzählt der 68-Jährige mit leuchtenden Augen. Seiner Braut Monika, die gestern offizielle Rentnerin wurde, halte er bis heute die Treue.

Damals, in Bützow, habe das Potsdamer Familienunternehmen noch als Zirkus firmiert. Doch systematisch habe die DDR den kleinen privaten Zirkussen das Leben schwer gemacht, so dass man schließlich habe aufgeben müssen. „Wir wurden zu Schaustellern degradiert“, sagt Lothar Köpke mit einem immer noch leicht bitteren Unterton. So sei 1973 aus dem Zirkus Alberti das Schaustellergewerbe hervorgegangen, das bis heute durch die Lande tourt.

Auf dem Platz an der Bleiche verursachte die Ankunft der Albertis am Dienstag erst mal Irritationen bei Pendlern und Anwohnern. Musste doch der Parkplatz gesperrt werden, damit die Zugmaschinen und Wohnhänger gefahrlos rangieren konnten. In der Nacht zum Montag wird wieder eine Sperrung des Platzes nötig sein. „Aber nur auf einem kleineren Teil. Und Montag Mittag sind wir wieder weg“, kündigt Köpke an.

Bis dahin sollen sich die Güstrower vergnügen. Der Rummel eröffnet Freitag um 14 Uhr mit einem „Ossi-Tag“, wie die Schausteller ihr Ein-Euro-Angebot an diesem Tag für jede Fahrt bezeichnen. Sonnabend und Sonntag geht’s ebenfalls um 14 Uhr los, zum Abschluss mit einem (ermäßigten) Familientag.  

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen