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Güstrower Anzeiger

19. November 2017 | 20:39 Uhr

Bellin : Solides Fundament für Belliner Wehr

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Saniertes Dorfgemeinschaftshaus mit Feuerwehranbau am Sonnabend feierlich eingeweiht – drei Feuerwehrmann-Anwärter aufgenommen.

von
erstellt am 10.Jul.2017 | 05:00 Uhr

Zufriedene und lachende Gesichter beherrschten am Sonnabend die Szenerie am Dorfgemeinschaftshaus mit Feuerwehranbau in Bellin. Nach knapp einem Jahr Bauzeit wurde Einweihung gefeiert. Viele Kameraden nicht nur aus dem Gemeindebereich, sondern auch darüber hinaus, waren gekommen, um zu gratulieren und die Belliner Feuerwehrleute bei ihrer Einweihungsfeier zu unterstützen.

„Mit den neuen Bedingungen haben wir ein solides Fundament für die Zukunft der Wehr geschaffen“, betonte Wehrführer Toralf Höft und war besonders froh, dass er am Sonnabend drei Feuerwehrmann-Anwärter begrüßen konnte. Nachwuchs braucht die Belliner Wehr. Nur ein Kamerad sei in der Woche tagsüber am Ort. Alle anderen arbeiten auswärts, berichtet Höft. Nach einer Informationsveranstaltung hatten sich drei Männer bereit erklärt, sich in der Wehr für das Gemeinwohl zu engagieren: Mario Schwarz, Enrico Lüdemann und Volker Meyer. 18 aktive Kameraden zählt die Belliner Wehr. Hinzu kommen eine Kinder/Jugendgruppe, eine Reserve- und eine Ehrenabteilung.

Dass bessere Bedingungen bei Unterbringung, Technik und Ausrüstung eine Wehr attraktiver machen, davon war Amtswehrführer Nico Mertel ausgegangen. Er sieht sich bestätigt und wandte sich am Sonnabend an die Politiker, sieht sie in der Verantwortung die im Amtsbereich geschaffenen Bedingungen für die Wehren zu erhalten. Bei aller Freude bei der Einweihungsfeier bedauerte er, dass es in Bellin so lange gedauert habe und dass noch in der Bauphase der Rotstift angesetzt wurde.

Bürgermeister Wolfgang Geistert erinnerte kurz an viele Diskussionen und manche Anlaufschwierigkeiten. Erwähnte auch noch einmal, dass die Investition nicht selbstverständlich gewesen wäre. Braucht Bellin eine Wehr? Diese Frage war diskutiert worden. „Ja, für Bellin ist eine Wehr wichtig“, betonte Geistert. Wenn die Belliner Hilfe brauchen, sei der Weg aus Krakow am See oder Charlottenthal zu weit. Deshalb habe man ordentliche Bedingungen schaffen müssen. Um 1920 sei mal eine Garage für die Wehr gebaut worden. Die stehe auch noch auf privatem Grund. Etwas Neues musste her. Und so wurde das Dorfgemeinschaftshaus in Bellin in Schuss gebracht und mit einem Anbau für die Feuerwehr versehen. Im sanierten Haus befinden sich Schulungsraum, ein Raum für den Nachwuchs sowie Umkleide- und Sanitärräume. Zusammen entstanden Kosten von rund 622 000 Euro. Gefördert wurde die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses aus Landesmitteln über das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu) und die Fahrzeughalle durch den Landkreis Rostock. Elf kleine und mittlere Handwerksfirmen aus der Region hätten am Bau gewirkt. „Sie haben jetzt ein wieder belebtes Dorfgemeinschaftszentrum. Es liegt an ihnen, etwas für das Dorf und seine Bewohner zu machen“, wandte sich Geistert an die Belliner. Eine Seniorengruppe, so weiß Wehrführer Höft, habe schon lange darauf gewartet, wieder in das Haus zu können.

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