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Güstrower Anzeiger

24. September 2017 | 08:55 Uhr

Güstrow : Solide gelebt und 100 geworden

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Frieda Exner feierte gestern im Gertrudenhof mit Familie und Freunden

svz.de von
erstellt am 22.Mai.2014 | 06:00 Uhr

Frieda Exner feierte gestern im Güstrower Gertrudenhof mit ihrem Sohn, Enkeln, Urenkeln sowie Freunden und ehemaligen Kollegen den 100. Geburtstag. „Wir haben solide gelebt“, erklärt die Jubilarin. Frieda Exner ist noch rüstig und gibt Antworten auf alle Fragen. Für das Erreichen dieses hohen Alters findet sie jedoch keine Begründung. Sie habe keinen Sport getrieben und auch nichts Besonderes getan. „Es ist wohl ein Zufall, dass ich so alt geworden bin“, mutmaßt sie.

Am 21. Mai 1914 erblickte Frieda Exner in Wien das Licht der Welt und wuchs dort auf. Dann ging sie mit Ehemann Stefan nach Bratislava. „Bis sie uns dort rausgeschmissen haben“, erzählt sie. 1945 kam sie nach Güstrow. Ein leichtes Leben hatte sie aber auch hier nicht. Zuerst lebte das Ehepaar mit zwei Kindern in den Baracken „Heilmannshöhe“, jetzt Gehörlosenschule.

Gearbeitet hat Frieda Exner als Schneiderin und später viele Jahre als Zustellerin bei der Post. Gestern kamen Kolleginnen, um ihr zu gratulieren. Wie natürlich auch Sohn Rudolf (70) aus Güstrow mit Frau Gisela, und Sandra Wedel (44). Die Enkelin war häufig am Wochenende bei der Oma. Sie lobt bis heute die Kochkünste. „Sie machte die besten Bratkartoffeln der Welt“, sagt sie. Frieda Exner freute sich, dass alle beisammen waren und feierten. In der Runde kam bei ihr so manche Erinnerung zurück, von ihrem von Neuanfängen und Verunsicherung geprägten 100 Jahre währenden Leben.

Seit knapp 17 Jahren wohnt sie im Gertrudenhof und fühlt sich dort sehr wohl. Das soll auch noch so weiter gehen. Das wünscht sie sich und auch ihre Angehörigen und Freunde.



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