zur Navigation springen

Tierschutz Güstrow : Solidarität mit Fundhund Chico

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Die Internetgemeinde zeigt sich mit Fundhund Chico verbunden und macht deutlich, dass Tiere nicht einfach eingeschläfert werden dürfen.

von
erstellt am 02.Mai.2016 | 20:45 Uhr

Die Geschichte über Fundhund Chico rührt die Internetgemeinde. Der sieben bis zehn Jahre alte Rüde war vor Ostern bei Neu Sammit von Urlaubern entdeckt worden – ausgehungert und abgemagert (SVZ berichtete). Schnell wurde der Mischling in die Obhut des Tierschutzvereins Güstrow übergeben und seither von Tierschützerin Jasmin Pophal gepflegt. Auch Tierarztrechnungen bis zu 300 Euro ließ die ehrenamtlichen Vereinsmitglieder nicht aufgeben. Chico habe, so Jasmin Pophal, ein zweite Chance und ein schönes Leben verdient.

Doch als sich nach einem SVZ-Beitrag der vermeintliche Vorbesitzer meldet, um den Hund zurück zu bekommen und anschließend einschläfern zu lassen, ist Pophal schockiert und mit ihr die Nutzer unserer SVZ-Facebookseite. „So ein Idiot – so einen lieben kleinen Kerl einschläfern zu wollen. Ganz viel Glück für Chico, alles liebe Kleiner“, schreibt Gabriele Freiberg. „Was gibt es doch für gestörte Menschen“, konstatiert indes Dennis Meyer. Auch Nadine Schneider ist sauer. „Da platzt einem echt die Hutschnur ! Da fehlen einem echt die Worte“, sagt sie zu dem Vorschlag des angeblichen Vorbesitzers. „Weiter beobachten“, rät Rednuth Oel und sagt weiter: „Einen nicht fähigen Menschen darf auch kein Tier überlassen werden.“ Manuela Robin kann indes nicht verstehen, was einen Menschen zu solch einer Aussage bringt. „Was gibt es bloß für ekelhafte Menschen. Pfui Teufel. Viel Glück wünsche ich dem kleinen Hund“, sagt sie.

Diesem Wunsch schließen sich auch viele andere Hundefreunde an, die Chicos Schicksal verfolgt haben. Darunter auch Kerstin Hornauer-Gungl. „Seht zu das der Chico in eine ordentliche Familie kommt“, richtet sie ihren Wunsch an die Mitglieder des Güstrower Tierschutzvereins. „Da kann man nur hoffen, dass jemand mit einem großen Herzen den Hund aufnimmt“, sagt Anne Schumann und Nicole Grieser fügt hinzu: „Hoffentlich findet sich jemand für diesen süßen Fratz.“

Auch machen sich die SVZ-Leser Gedanken, ob die Möglichkeit bestünde, dass ein Tierarzt den Fundhund einschläfern würde. So auch Sabine Trinh: „Dem Hund geht’s doch gut jetzt. Kein Tierarzt schläfert ihn so einfach ein.“ Auch Birgit Röse hofft, dass es keinen Tierarzt gibt, der das durchführen würde. „Einfach so wird doch kein Tier geschläfert – oder“, fragt Daniela Hannemann besorgt und Angelika Lange liefert die einzig richtige Anwort: „Kein Tierarzt darf einen gesunden Hund einschläfern.“ In Paragraf 4 des Tierschutzgesetzes heißt es hierzu: „Ein Wirbeltier darf nur unter Betäubung oder sonst, soweit nach den gegebenen Umständen zumutbar, nur unter Vermeidung von Schmerzen getötet werden.“

Nach der Behandlung seiner schlechten Zähne und dem Parasitenbefall durch Haarlinge ist Mischling Chico nun aber wieder topfit – Schmerzen habe er nicht, versichert Jasmin Pophal. Nun suchen die Tierschützer nach einem neuen Heim für Chico. Interessenten können sich beim Verein unter Telefon 0151 50876872 oder 03843 681327 melden. Ein Garten und ein Herrchen mit Zeit wäre optimal. Hunde und Katzen sind für Chico kein Problem.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen