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Frühjahrsputz in Güstrow : Sogar Sexvideos lagen im Wald

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Was da alles zu Tage kam: Gläser, Flaschen, Fenster, Ölkanister und ausgediente Computer. Sogar einige Sexvideos zählten zu den Fundsachen. Beim Frühjahrsputz im Güstrower Stadtwald fanden sich einige Kuriositäten.

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erstellt am 26.Apr.2012 | 08:49 Uhr

Güstrow | Was da alles zu Tage kam: Gläser, Flaschen, Fenster, Ölkanister und ausgediente Computer. Sogar einige Sexvideos zählten zu den Fundsachen. Beim Frühjahrsputz in Wald und Flur fanden sich einige Kuriositäten. Jäger hatten die Müllsammelaktion im Güstrower Stadtwald angeregt. Förster Holger Michel nahm das Angebot dankend an und so schwärmten unter anderem Heinz Grahl, Werner Nack, Julia Kleinwächter und Harald Wittstock im Dehmener und Glasewitzer Teil des Stadtwaldes aus. Im Handumdrehen hatten sie zwei Hänger mit Müll gefüllt.

Bis auf einen Kühlschrank, der dieses Mal nicht dabei war, hatten die Sammler auch eine fast komplette Zimmereinrichtung mit Couch, Teppich, Drehstuhl und Kaffeemaschine zusammenbekommen. "Das Ärgerliche ist, dass ungefähr 90 Prozent des Mülls bedenkenlos im Wertstoffhof abgegeben werden kann. Ich verstehe die Leute nicht", sagt Holger Michel, der sich auch keinen Illusionen hingibt. "In zwei, drei Monaten sieht es wieder genau so aus", meint er resigniert.

Michel bewirtschaftet den Stadtwald mit zwei Forstwirten. Die Einnahmen kommen dem Stadtsäckel zu Gute. Güstrow verfügt über 1162 Hektar Wald, der im Heidberg, zu Teilen im Primer Wald, bei Dehmen und Glasewitz und zu einem geringen Teil in Bockhorst liegt. Etwa 60 Prozent ist Nadel-, der Rest Laubwald.

Den Müll fuhren die Jäger zum Stadtbauhof, wo er fachgerecht entsorgt wurde. "Eigentlich ist das Aufgabe des Landkreises, aber die haben ein logistisches Problem", sagt Michel. Und im Wald könne man die gesammelten Müllberge ja schlecht liegen lassen. "Im Nu würden die sich nämlich verdoppeln", weiß der Stadtförster.

Auch die Schüler der Freien Schule Güstrow sammelten gestern im Rahmen ihrer Projektwoche Müll rund um ihre Schule. Dabei förderten sie zwar nicht so viele Kuriositäten wie im Wald zu Tage, es kam aber dennoch einiges zusammen. "Den Schülern ist aufgefallen, dass in der unmittelbaren Umgebung unserer Schule immer viel Dreck liegt, deshalb haben sie sich zu dieser Sammelaktion entschlossen", sagt Ines Mai von der Freien Schule. Schon die ganze Woche sind die Schüler zudem mit der Verschönerung ihres Schulhofes in der Bistede beschäftigt. Es werden Büsche, Bäume und Blumen gepflanzt. Zudem entstehen ein Weidenzaun und eine Lehmhütte.

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