Entenrennen in Güstrow : So viele Renn-Enten wie noch nie

Die Initiatoren des Entenrennens Martina Hildebrandt und Thomas Grabbe (v.l.) freuen sich schon auf den Wettkampf der kleinen gelben Gummitiere am kommenden Sonnabend.
Die Initiatoren des Entenrennens Martina Hildebrandt und Thomas Grabbe (v.l.) freuen sich schon auf den Wettkampf der kleinen gelben Gummitiere am kommenden Sonnabend.

6000 Gummitiere sollen am Sonnabend den Wallgraben bevölkern und gegeneinander antreten.

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17. September 2015, 06:14 Uhr

Schon im Jahr 2003 kam Juwelier Thomas Grabbe die Idee zu einem Entenrennen in seiner Heimatstadt Güstrow. „Zu der Zeit war ich im Wirtschaftsrat Mecklenburg-Vorpommern, zu dem ein Gastredner aus Winsen an der Luhe geladen war. Der erzählte davon, wie toll das Entenrennen in seiner Stadt ankam“, erinnert sich Thomas Grabbe. Zeitgleich gab es einen Ideenwettbewerb zur 775-Jahrfeier Güstrows. „Das kam zusammen und ich habe die Idee damals einfach eingereicht“, sagt Grabbe mit einem Lächeln auf den Lippen. Im Ideenwettbewerb machte er dann sogar den zweiten Platz, hätte sich aber nie Träumen lassen, dass er das Entenrennen auch gleich selbst organisieren sollte.

„Den ganzen Sommer habe ich mir den Mund fusselig geredet, denn damals war die Idee ganz neu – keiner wusste, was ein Entenrennen eigentlich ist“, sagt Grabbe, der im selben Jahr noch auf der Mela Werbung für seine Idee machte. „Ich bekam sogar Probleme mit dem Tierschutz“, sagt er schmunzelnd, denn anfangs habe so manch einer geglaubt, er würde echte Enten in einem Wettkampf gegeneinander antreten lassen. „Das war eine ganz schön verrückte Zeit“, resümiert er heute.

1500 gelbe Plastik-Enten schickte Thomas Grabbe damals ins Rennen – in diesem Jahr sind es sogar 6000. Doch der Erfolg war nicht von Anfang an abzusehen. „Eigentlich habe ich damals noch ganz schön drauf bezahlen müssen und aufgrund des mäßigen Erfolgs, war ich schon kurz davor aufzugeben. Doch gemeinsam mit Martina Hildebrandt und ihrem Team von der Hanseatischen Eventagentur wagte ich 2005 einen weiteren Versuch“, so Thomas Grabbe heute – zehn Jahre später.

Die gelben Gummitiere sind geblieben und als Hauptpreis lockt seit der ersten Auflage im Jahr 2003 nach wie vor ein Auto. Hinzugekommen sind viele Partner und noch viel mehr Gäste, die ihrer Ente vom Ufer aus zujubeln. „Das ist wirklich toll und in jedem Jahr ist das Entenrennen für mich ein persönlicher Höhepunkt“, sagt Thomas Grabbe.

Kaum zu glauben, dass das Wettrennen vor nicht einmal drei Wochen noch auf der Kippe stand. Der Wallgaben führte einfach zu wenig Wasser. „Da habe ich um Regen gebettelt, obwohl ich den nun wirklich gar nicht mag“, sagt Grabbe, dessen Bitten erhört wurde. Laut Wasser- und Bodenverband Nebel, sei nun ausreichend Wasser im Wallgraben, sodass dem Rennen nun nichts mehr im Wege stehe.

Noch gut 2000 niedliche gelbe Gummienten warten indes auf einen Paten. Zu bekommen sind die Renn-Enten an den bekannten Vorverkaufsstellen, wie dem Juwelierhaus Grabbe, dem Hagebaumarkt, den Famila-Märkten, dem Adler-Modemarkt, der Güstrow Information, dem Autohaus Brinkmann-Osterloh, der WGG, dem BBM Einrichtungshaus in Mühlengeez und der Geschäftsstelle der SVZ, Domstraße 9.

Auch auf dem Kinderfest, dass am Sonnabend von 10 Uhr an in den Wallanlagen stattfindet, wird es noch Enten zu kaufen geben und am Stand der Wohnungsgesellschaft Güstrow kann man sie beim Enten-Angeln gewinnen. Auch bei Ihrer Schweriner Volkszeitung gibt es noch fünf Renn-Enten zu ergattern (siehe Kasten).

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