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Güstrower Anzeiger

11. Dezember 2017 | 18:18 Uhr

Güstrow : So viele Neujahrsgäste wie noch nie

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Güstrow: Bürgermeister Arne Schuldt und Stadtpräsident Friedhelm Böhm ehrten gestern Abend traditionell Bürger im Ehrenamt und Sportler

svz.de von
erstellt am 10.Jan.2014 | 22:37 Uhr

Beim Neujahresempfang von Bürgermeister Arne Schuldt und Stadtpräsident Friedhelm Böhm im Güstrower Bürgerhaus war die Schlange der Gäste im Foyer noch nie so lang wie gestern Abend. Die 30-minütige Verzögerung nutzten die Vertreter aus Wirtschaft, Politik sowie Vereinen, Verbänden und Einrichtungen, um sich alles Gute im neuen Jahr zu wünschen. Dabei sah man viele zusammenstehen, die sich lange kennen. Die Verwaltungsexperten Andreas Brunotte, 1. Stadtrat in Güstrow, und der Ex-Kronshagener Bürgermeister Wolf-Dietrich Wilhelms ließen diesmal aber Gesetze und Satzungen außen vor und unterhielten sich lieber „über Gott und die Welt“. Dieter Krischkowski nutzte die Zeit, um noch einmal die Wurzelpetersiliensuppe mit Walnusskernen umzurühren. Der Gastronom nahm gern zum zweiten Mal mit seinen Kollegen die Gelegenheit wahr, um mit einem hervorragenden Büfett auf sich aufmerksam zu machen. Dr. Volker Probst, Geschäftsführer der Barlachstiftung, freute, dass die „Stadt 2014 die Zuwendungen für die Einrichtung um 7500 auf 57 500 Euro erhöhen will“. Heutzutage nicht selbstverständlich, betonte er.


Gastronomen und Sponsoren sorgten für den Neujahrsempfang


Dann war die Zeit der Begrüßungen unter dem Motto „Kinder – unsere Zukunft“ heran. 2013 erblickten 232 kleine Güstrower das Licht der Welt, sagte Friedhelm Böhm. Er schlug auch den Bogen zu einem besonderen Jubiläum 2014: 25 Jahre Mauerfall. In Güstrow wurden 1989 392 Kinder geboren. Damit lebe hier eine neue Generation, die mit der Wende aufwuchs, so Böhm.

Bürgermeister Arne Schuldt beschäftige sich ebenfalls mit dem Wende-Jubiläum. Allerdings mit 35 Minuten für diesen Anlass für viele zu lang. Trotzdem gelang es ihm eine realistische Bilanz zu ziehen: vom Einheitsgrau der Häuser 1989, über den aktuellen Wunsch an Bundespolitiker wie Eckhard Rehberg und Jeannine Pflugradt, weiter Geld für die Städtebauförderung bereitzustellen, bis hin zum demografischen Wandel, der „über uns gekommen ist“ und die Einwohnerzahl von 40 000 auf 29 000 schrumpfen ließ. Das Durchschnittsalter der Güstrower stieg von 38 auf 48 Jahre in diesen 25 Jahren. Auch die Arbeitslosigkeit ließ Schuldt nicht aus. Hatte Güstrow 1990 19 000 Sozialversicherungspflichtige, so sind es heute 12 000.

Die Grüße aus der Partnerstadt Kronshagen überraschte Eicke Paysen, 1. stellvertretende Bürgervorsteherin.

Dann kam der große Moment der traditionellen Ehrungen. Als Bürger im Ehrenamt wurde Hans-Jürgen Klatt ausgezeichnet. Der 62-Jährige ist seit 39 Jahren ehrenamtlich im Sport tätig. Mit der Gründung des VfL und des GSC, mit Sporttagen und einem Kindergarten-Fußballturnier hat er seine Spuren gezeichnet.

Marco Drenckhans Name ist untrennbar mit dem Hockey verbunden. Der ATSV ohne ihn – undenkbar. Seit 1975, da war er sechs, gehört er dem Verein an.

Erika und Stefan Krüger engagieren sich seit 1980 ehrenamtlich. Ihr jetziges Betätigungsfeld ist die in Deutschland einmalige Umweltbibliothek für Kinder - und Jugendliteratur im Natur- und Umweltpark.

Bei der traditionellen Sportlerehrung wurden als Mannschaft Norman Neuenfeldt, Ramona Heuckendorf und Jörg Asmus von der Privilegierten Schützengesellschaft zu Güstrow (PSG) geehrt. Die langjährigen Sportschützen holten 2013 in der Disziplin Speed Sportgewehr Selbstlader Kleinkaliber optische Visierung Silber bei den Deutschen Meisterschaften.

Hannes Gast vom MC Güstrow wurde für seine Speedwayerfolge in der Landesmeisterschaft MV in der U21 und für seinen Gesamtsieg bei den Junioren in der Nordeutschen Bahnmeisterschaft geehrt.

Er war zwar der letzte in der Reihe der Geehrten. Aber dafür hatte sich der Bürgermeister den zweifachen Vize-Weltmeister in der U18-Jugend im Kugelstoßen und Diskus, Henning Prüfer, ausgesucht. Der 17-jährige, ehemalige LAC-Sportler aus Mühl Rosin erhielt verdient den größten Beifall, denn er ist „der erste und bisher einzige deutsche Leichtathlet, der bei Jugend-Weltmeisterschaften zwei Medaillen gewonnen hat“, lobte Schuldt.


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