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Ausbildung : „So gut besucht war es noch nie“

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Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Volles Haus in der Beruflichen Schule des Güstrower KMG-Klinikum – zum Tag der offenen Tür wurden gleich auch Bewerbungsgespräche durchgeführt.

svz.de von
erstellt am 21.Feb.2016 | 07:16 Uhr

Viele Besucher tummelten sich am Sonnabendvormittag auf den Gängen der Beruflichen Schule des Güstrower KMG-Klinikums. Die ambitionierte Jugendlichen folgten der Einladung von Schulleiterin Christiane Langer und ihrem Team zum Tag der offenen Tür, um sich über die medizinischen Lehrberufe zu informieren. „Ich bin wirklich positiv überrascht über die große Resonanz. So gut besucht war es noch nie“, resümiert Christiane Langer.

Einen positiven Einfluss auf die Besucherzahlen hatte sicher auch das neue Konzept der Informationsveranstaltung. „Wir haben zwölf Bewerber gleich einmal zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch eingeladen – im Anschluss konnten sie sich dann auch direkt noch einmal persönlich mit den Lehrern und Auszubildenden unterhalten. Das kam wirklich gut an“, erklärt die Schulleiterin die neue Idee. Besonders der Kontakt zu den Auszubildenden sei gut, denn hier trauen sich die jungen Bewerber Fragen zu stellen, die sie vor den Lehrkräften vielleicht nicht stellen würden, so Langer weiter.

Zu den Bewerbern, die am Sonnabend auch gleich ein Bewerbungsgespräch führen durften, gehörte auch Anna-Lena Hoenicke. Die 15-Jährige interessierte sich schon als kleines Mädchen für die Medizin. „Ich habe schon meine Kinderärztin immer mit Fragen gelöchert“, erklärt sie. Nach einem Workshop in Rostock war klar, dass Anna-Lena Hoenicke Operationstechnische Assistentin (OTA) werden würde. „Das ist ein sehr interessantes Berufsfeld und Menschen zu helfen ist überhaupt das Schönste, was es gibt“, erzählt die Schülerin aus Kritzkow begeistert. Am Sonnabend durfte sie Manuela Grabow, OTA im dritten Lehrjahr, über die Schulter schauen. Mit einem Linear-Klammergerät zeigte die Auszubildende, wie eine Klammernaht gemacht wird, auch wenn das eigentlich nicht zu ihren beruflichen Aufgaben als OTA gehört. Sich mit den Geräten vertraut zu machen, sei aber ein wichtiger Teil der Ausbildung und gut für die berufliche Praxis, so Grabow.

Der medizinische Bereich interessierte auch Manuela Grabow, die gebürtig aus Güstrow stammt, sehr. „Die Chirurgie hat mich zwar schon immer fasziniert, aber nach dem Schulabschluss mit 18 Jahren habe ich mir diese große Verantwortung nicht gleich zugetraut. Ich habe also erst eine Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten gemacht und bin so über Umwege zu dieser Ausbildung gekommen“, erklärt die 27-Jährige ihren Werdegang. Nun habe sie ihren absoluten Traumjob gefunden und im Sommer stehen die Abschlussprüfungen an. „Klar bin ich aufgeregt. Man muss sich eben gut vorbereiten“, sagt die Auszubildende, die nach dem Abschluss erst einmal nach Berlin gehen will, um weitere Berufserfahrung zu sammeln, entschlossen.

Operationstechnische Assistenten hätten auf dem Arbeitsmarkt gut Chancen, sagt Ausbilder Christian Mohncke. Überhaupt seien medizinische Berufe – in Güstrow werden Gesundheits- und Krankenpfleger, Physiotherapeuten, OTAs und CTAs (Chirurgisch-technische Assistenten) ausgebildet – im Moment sehr gefragt, sagt auch Schulleiterin Christiane Langer. „Unsere Pfleger bekommen im dritten Ausbildungsjahr alle einen Arbeitsvertrag angeboten – das ist für den Start ins Berufsleben perfekt, denn sie kennen Haus und Team bereits“, wirbt die Schulleiterin für eine Bewerbung an der Beruflichen Schule Güstrow. Diese ist noch bis zum Ende des Monats möglich.


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