Ausblick 2016 : „So bunt ist Güstrow“

Mit der Sanierung des historischen Altstadtkerns soll es auch 2016 in Güstrow weitergehen.
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Mit der Sanierung des historischen Altstadtkerns soll es auch 2016 in Güstrow weitergehen.

Ausblicke auf das Jahr 2016 in der Region. Heute: Arne Schuldt, Bürgermeister der Barlachstadt Güstrow

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02. Januar 2016, 00:32 Uhr

Ein besonderer Veranstaltungshöhepunkt am Ende des Jahres 2015 in der Barlachstadt war der ZDF-Gottesdienst in der Heilig-Geist-Kirche im Rahmen der neuen Ausstellung des Norddeutschen Krippenmuseums „So bunt ist Weihnachten“ am 4. Advent. Und so „bunt“ wird es dann auch 2016 in unserer schönen Barlachstadt.

Entgegen allen Prognosen zur langfristigen Bevölkerungsentwicklung nimmt die Einwohnerzahl zu. Nach der Statistik des Einwohnermeldeamtes waren zum Stichtag am 29. Dezember 2015 30 093 Einwohner in der Barlachstadt gemeldet. Hauptgrund für die Zunahme ist die Zuwanderung von Bürgern aus einer bunten Sammlung von Herkunftsländern. Nicht alle werden auf Dauer bei uns bleiben. Aber die, die bleiben, werden mit ihren Sitten und Gebräuchen, ihrer Mode und Hautfarbe unser Leben bunter und reicher machen. Neben dem Erlernen der deutschen Sprache wird die Integration der Kinder und Jugendlichen in die Schulen und der Erwachsenen in den Arbeitsmarkt unsere größte Herausforderung werden.

Bunt wird 2016 auch unser Veranstaltungsprogramm. Ein herausragender Termin ist der Mecklenburg-Vorpommern-Tag in Güstrow am zweiten Wochenende im Juli. Unter Leitung der Staatskanzlei laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Die Altstadt wird dabei die Bühne für das bunte Veranstaltungsprogramm.

Bei der Aufstellung des Doppelhaushaltes der Barlachstadt ist es diesmal auch sehr bunt zugegangen. Die Ursachen hierfür sind vielfältig. Zum einen ist es die immer noch unklare Förderkulisse der EFRE-Förderung, von der eines unserer wichtigsten Investitionsvorhaben in den nächsten Jahren – die Sanierung und Erweiterung der Regionalen Schule „Thomas Müntzer“ – abhängig ist. Zum anderen haben auch weitere Maßnahmen, wie die Sanierung der DRK-Einrichtung „Bärenhaus“, die nunmehr auf eine andere Förderbasis gestellt werden mussten, die Verwaltung mehrfach zu Änderungen des Haushaltsentwurfs gezwungen.

Aktuell kann ich mitteilen, dass alle Mittel- und Oberzentren den Projektaufruf aus dem Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus bekommen haben. Projektanträge sind bis zum 15. Februar beim Landesförderinstitut einzureichen. Die Unterlagen für die Thomas-Müntzer-Schule haben einen sehr guten Stand. Für ein weiteres Projekt – die Sanierung und Attraktivierung der Oase – muss die Planung, nach Genehmigung des erweiterten Basiskonzeptes durch die Rechtsaufsichtsbehörden, erst ausgeschrieben werden.

Ein bunter Strauß großer Investitionsvorhaben beinhaltet die weitere Sanierung der „Altstadt“, der „Schweriner Vorstadt“ und die letzte Maßnahme in der Südstadt – die Neugestaltung der Zufahrt und der Außenanlagen der Inselseeschule. Als Straßenbaumaßnahmen sind 2016/2017 der 4. Bauabschnitt zur Erschließung der Straße Industriegelände mit der Verbindung Ulrichstraße – Straße Am alten Hafen sowie die Hagemeisterstraße, die Heinrich-Borwin-Straße, die Philipp-Brandin-Straße, der letzte Bauabschnitt der Schnoienstraße, die Kösterstraße und der Hengstkoppelweg, Fertigstellung des 2. Bauabschnitts, geplant.

Die Umsetzung eines lange geplanten Wohngebietes am Pfahlweg durch private Investoren ist in greifbare Nähe gerückt. Der Wertstoffhof ist umgezogen und öffnet bereits am Montag seine Pforten in der Industriestraße. Die Erschließung und Vermarktung der Grundstücke können beginnen.

Die graue Ruinenlandschaft der ehemaligen Kleiderwerke auf dem Stahlhofgelände ist verschwunden. 2016 werden wir die baurechtlichen Voraussetzungen schaffen, damit an dieser Stelle ein buntes und lebendiges Stadtquartier entstehen kann.

Ein Wermutstropfen im Gegensatz zu den positiven Aussichten ist die geplante Anhebung der Gewerbesteuer von 320 auf 360 Prozent. Aber der Einbruch der Gewerbesteuereinnahmen im Jahr 2015 mit Mindereinnahmen von 1,4 Millionen Euro lässt keine Wahl, wenn weiter auf hohem Niveau investiert werden soll und keine Schulden gemacht werden dürfen, was ja vernünftig ist, damit auch die Zukunft rosig bunt erscheint.

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