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Drachenbootrennen : Sieben Stunden Spaß und Action

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

11. Drachenbootrennen auf dem Inselsee: Güstrower Team „Black Pearl“ verteidigt Titel zum fünften Mal in Folge.

Der Sieger des 11. Drachenbootrennens auf dem Güstrower Inselsee heißt „Black Pearl“. Im Finale der Sport-Boote verwies die „Schwarze Perle“, die damit ihren Titel zum fünften Mal in Folge verteidigen konnte, am Sonnabend die Schweriner „Wikinger“ und den Güstrower „Radaudampfer“ auf die Plätze zwei und drei. Das Finale der Fun-Boote gewann die Mannschaft „Black Pearl Fun“ vor den „Fliegenfängern“ aus Rostock und dem „Club der schwarzen Rose“ aus Güstrow. Insgesamt traten auf dem Inselsee 18 Boote gegeneinander an, darunter sechs Gäste-Teams aus Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg.


Nass bis auf die Haut und trotzdem Spaß


Die Ergebnisse standen nach einer Wettkampfzeit von über sieben Stunden fest. Die starken Regengüsse, die die Mannschaften in einem der ersten Rennen erwischten, durchnässten zwar die Sportler auf dem Inselsee bis auf die Haut, konnten aber die prächtige Stimmung, die den gesamten Wettkampf über herrschte, nicht trüben. Mit einer Änderung der Ausschreibung hatten die Organisatoren für mehr Spannung gesorgt. Die von den Teams erzielten Zeiten der ersten beiden Runden entschieden über die Einteilung, wer bei den sportlich ambitionierten Mannschaften und wer in der Fun-Liga startete. „Dadurch garantieren wir jeder Mannschaft vier Rennen und sorgen dafür, dass in etwa leistungsgleiche Boote gegeneinander antreten“, erklärte Nicolas Berens vom veranstaltenden SV Einheit Güstrow. Die Kehrseite dieser Regelung bestand aber in der langen Wettkampfdauer.

Viele Mannschaften hatten schon Wochen und Monate vor dem großen Ereignis auf dem Inselsee trainiert. Wie der „Radaudampfer“, der seit 2014 dabei ist. „Wir haben im Mai mit dem Training begonnen, immer Mittwochabends und Sonntagfrüh für ein bis zwei Stunden“, erklärte Mannschaftskapitänin Steffi Kempa. Die Frauen und Männer, die sich vor jedem Rennen mit einem martialischen Schrei motivierten, wollten endlich den Dauersieg von „Black Pearl“ verhindern. „Hat leider nicht ganz geklappt. Aber wir sind überglücklich, dass wir bei dieser starken Konkurrenz aufs Podium gekommen sind“, jubelte Steffi Kempa.

Die Moderation des spannenden Finales hatten die Organisatoren Thomas Glaevke überlassen. Er hatte 2005 die Idee zu den Drachenbootrennen und damit einen richtigen Hype ausgelöst. Heute nehmen Mannschaften aus Güstrow an Rennen in ganz MV, Schleswig-Holstein und Brandenburg teil und sind stets starke Gegner.

Spaß hatten nicht nur die Mannschaften, sondern trotz viel Arbeit auch die Frauen und Männer „hinter den Kulissen“. Wie Teresa Stroh, Jonny Glaevke und Norbert Steinbrink, die fast acht Stunden im Kutter ausharrten und die Boote mit dem Kommando „Are you ready? Attention. Go!“ auf die 218 Meter lange Reise schickten. Oder Wibke Schwierig, die bei der Zeitnahme auch auf die Hundertstel Sekunden achten musste. Oder Nicolas Berens und Thomas Roloff, die die Rennen moderierten und am Abend kaum noch Stimme hatten. Nicht zu vergessen die Steuermänner, die der Kanusportverein mit den Booten stellte.

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