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Sicherheit Güstrow : Sie machen die Straßen sicherer

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Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Die Verkehrsunfallkommisson des Landkreises analysiert Unfallschwerpunkte: Erstmals seit 2011 sind keine neuen Straßenabschnitte dabei

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erstellt am 13.Mai.2016 | 21:33 Uhr

Sie sorgen für Sicherheit auf unseren Straßen: die Mitglieder der Verkehrsunfallkommission des Landkreises Rostock. Die Kommission besteht aus Vertretern der Straßenverkehrs- und Straßenbaubehörden, den Straßenmeistereien, der Bußgeldstelle sowie der Polizei. „Ereignisbezogen kommen auch noch Vertreter aus den umliegenden Kommunen und bei Wildunfällen etwa der Landesjagdverband oder der Kreisjägermeister hinzu“, erklärt Lutz Freier, Vorsitzender der Unfallkommission. Zweimal jährlich tagen die Mitglieder – zuletzt Ende April.

In der Kommission werden Mitteilungen der Polizei über Unfallhäufungen bearbeitet. Gert Frahm, Sprecher der Polizeiinspektion Güstrow, beschreibt den Prozess so: „Die Polizei befasst sich als solches mit den Unfällen im Einzelfall. Werden hier Häufungen – etwa an Kreuzungen oder bestimmten Streckenabschnitten – festgestellt, geht eine Mitteilung an die Verkehrsunfallkommission. Dann beginnt die große Phase der Analyse.“ Von Häufungen sprechen die Experten, wenn örtlich begrenzte Bereiche im Straßennetz, durch eine erhöhte Konzentration von Unfällen auffällig sind. An diesen Stellen erreicht oder überschreitet die Anzahl der gleichartigen Unfälle einen Grenzwert. Das sei auch der Grund dafür dass der Streckenabschnitt auf der Bundesstraße 103 zwischen Kritzkow und Kuhs, der jüngst durch schwere Unfälle in kurzer Folge von sich reden machte (SVZ berichtete), nicht als Unfallschwerpunkt bewertet werde.

„Erstmals seit 2011 haben wir keine neuen Unfallhäufungsstellen im Landkreis“, resümiert Lutz Freier. Das zeige auch, dass die in den vergangenen Jahren durchgeführten Maßnahmen erfolgreich gewesen seien. Ausruhen können sich die Experten dennoch nicht. Ein gestecktes Ziel sei es insbesondere schwere Unfälle mit Personenschaden zu reduzieren. „Ein Beispiel sind Unfälle mit Baumanprall, die häufig schwere bis tödliche Verletzungen zur Folge haben. Durch den Einsatz von Schutzplanken wird hier nicht nur das subjektive Sicherheitsempfinden verbessert“, erklärt Freier und fügt hinzu: „Die Schutzplanke nimmt durch ihre besondere Form die Energie des Aufpralls auf – das minimiert das Risiko eines tödlichen Ausgangs für die Insassen.“ Der weitere Ausbau des Leitplankennetzes in den Alleen stehe – neben anderen Maßnahmen – weiterhin oben auf der Agenda. „Zu den Aufgaben der Kommission gehört auch die Nachhaltung. Wir prüfen also, ob unsere Festlegungen durchgeführt wurden“, sagt Freier weiter. Auch bereits bearbeitete Unfallhäufungsstellen werden weiter beobachtet. „Auch um zu überprüfen, ob die Maßnahmen wirklich langfristig greifen“, sagt Lutz Freier.

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