Kükenmarkt Kuchelmiss : „Sie kuscheln und erzählen gern“

Der Kükenmarkt in Kuchelmiß war für Nadine Siekierskowski aus Raden ein schönes Ausflugsziel. Töchterchen Isabell war begeistert von den kleinen Küken, die sich wie ein Wattebäuschchen anfühlen.
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Der Kükenmarkt in Kuchelmiß war für Nadine Siekierskowski aus Raden ein schönes Ausflugsziel. Töchterchen Isabell war begeistert von den kleinen Küken, die sich wie ein Wattebäuschchen anfühlen.

Krakower Rassegeflügelzüchter von großer Resonanz auf ersten Kükenmarkt in Kuchelmiß überrascht.

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18. April 2017, 05:00 Uhr

Der Duft von Gegrilltem liegt in der Luft. gut gelaunt stehen Männer beieinander – reden, gestikulieren, lachen. „Alles richtig gemacht“, kann Bernd Skorbski schon am Vormittag sagen. Der erste Kükenmarkt den der Rassegelügelverein Krakow am See am Sonnabend in Kuchelmiß veranstaltete, fand großes Interessen. „Das hatten wir gar nicht erwartet“, gesteht der Mann aus dem Vereinsvorstand und wendet derweil die Würste auf dem Grill.

In der Hofzufahrt zur Pension Nebeltal ist es eng. An beiden Seiten stehe Käfige mit kleinen Küken, aber auch ein paar halb erwachsenen und ausgewachsenen Hühnern. Auch ein paar „Osterhasen“ dürfen passend zum Termin nicht fehlen. Jonas Peters hält einen Karton in der Hand. Thomas Gieger setzt ein Küken nach dem anderen zur Freude des Jungen aus Goldewin hinein. Dort sind sie nun in Gesellschaft von drei Laufenten, die Jonas Peters total faszinierend finde. „Jonas hat sich Küken zum Geburtstag gewünscht. Deshalb sind wir hier“, erklärt Vater Ulf Peters. Zuerst wurde mit Züchter Thomas Gieger ein bisschen gefachsimpelt. Dann war schnell entschieden – Zergwyandotten sollten es sein. „Der Opa wird sind später um die Hühner kümmern“, sagt Ulf Peters.

Die Neugierde trieb auch Carola und Peter Klattkowsky zum Kükenmarkt. Die Berliner machen oft in der Region Urlaub. „Unsere Seidenhühnchen haben wir mal hier gekauft“, erzählt der Berliner. Im Moment habe man kein Federvieh, aber irgendwie „juckt es wieder in den Fingern“, gesteht Peter Klattkowsky und denkt an Zwerghühner. „Hühner sind nie langweilig. Sie kuscheln und erzählen gern“, fügt er hinzu.


Neuling schätzt Erfahrung des Züchters


Angesichts der monatelangen Stallpflicht für Geflügel sind die Züchter froh, dass ihre Tiere wieder ins Freie dürfen. „Sie haben es überstanden. Alle sind wohlauf“, betont Reiner Gabrecht von der Pension Nebeltal, der dabei ist einen Vogelpark aufzubauen. Es freut ihn, dass Menschen trotz widriger Umstände wegen der Vogelgrippe nicht vom Huhn lassen oder sogar damit neu anfangen wollen. Das Ei und das Suppenhuhn vom eigenen Hof – da weiß man, was drin und dran ist – seien wohl doch von Wert, denkt er

Das meint auch Matthias Walther aus Wardow. Er ist fest entschlossen, Hühner anzuschaffen und holte sich am Sonnabend bei den Krakower Züchtern Rat. Er habe schon viel über Federvieh gelesen, aber die Erfahrungen anderer erscheinen ihm wertvoller. Der Hühnerstall sei schon entworfen und müsse nur noch gebaut werden. „Es soll ein mobiler Stall mit überdachtem Auslauf für sechs bis acht Hühner werden – das ist überschaubar“, formuliert er seine klaren Vorstellungen.

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