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Güstrower Anzeiger

23. Oktober 2017 | 23:02 Uhr

Hobby : Sie filzen, plaudern und lachen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Ein Handarbeitskreis trifft sich wöchentlich in der Alten Schule in Laage

von
erstellt am 04.Feb.2015 | 03:00 Uhr

Mit Handarbeiten hatte Cornelia Hütten bisher nicht so viel am Hut. Das aber kann sich ändern, saß sie doch vor ein paar Tagen das erste Mal in der Runde der Frauen, die sich donnerstags zum Handarbeitskreis in der Alten Schule in Laage treffen. Seit dem vergangenen Jahr gibt es diesen Kreis unter dem Dach der Christophorus-Kirchengemeinde – offen für alle.

Cornelia Hütten hat ausgekämmte Wolle zu einen Dreieck gelegt und streicht nun immer wieder über die mit einer Seifenlauge getränkten Fasern. „Ich filze zum ersten Mal. Es soll ein Tannenbaum werden, auch wenn es bis Weihnachten noch lange hin ist“, sagt die Laagerin. Auch Irmgard Puffaldt, Gisela Gross und Cornelia Lendner filzen. Andrea Zanger lässt die Nähmaschine rattern. „Allein würde ich mich zu Hause nicht hinsetzen, aber hier in schöner Runde macht es Spaß kreativ zu sein,“, erklärt Cornelia Hütten ihr Interesse. „Man kann sich austauschen und lernt voneinander“, fügt Irmgard Puffaldt aus Groß Lantow hinzu. Der eine könne das, der andere etwas anderes. Sie arbeitet an einem Paar Armstulpen. „Ich bin ein ungeduldiger Mensch“, erklärt sie. Deshalb mache sie gern kleinere Sachen, die schnell fertig sind.


Gefilzte Blumen zum Geburtstag


Diana Dürr aus Plaaz leitet den Handarbeitskreis an. Filzen kann sie schon lange. Verschiedene Kurse habe sie besucht und würde nun gern ihr Wissen und Können weitergeben. Es kann in der Runde aber auch gestrickt, gehäkelt, gestickt oder genäht werden. „Der Kreis ist offen für alles und für jeden“, betont Diana Dürr. „Es können auch Kinder zu uns kommen oder Großmütter bringen ihre Enkel mit“, fügt sie hinzu. Wichtig sei ihr, dass man etwas gemeinsam macht, kreativ ist und schnattern kann. „Wir sind ein gutes Team, eine gemütliche Runde“, sagt Diana Dürr. Ihre Tochter Andrea Zanger aus Schwerin, die, wenn es sich ergibt, gern mal mit dazu kommt, lobt die Runde der Mittfünfzigerinnen: „Die Damen sind äußerst nett“, formuliert die 30-Jährige. Die Gruppe trifft sich am Donnerstag um 15 Uhr in der Alten Schule. Meist sitze man bis 18.30 Uhr beisammen. „Wer arbeitet, kommt eben etwas später“, erklärt Diana Dürr.

Den Ursprung des Handarbeitskreises sieht sie im Chor und in dem Musical „Die 10 Gebote“. Am Rande der Proben sei man ins Gespräch gekommen. Dabei sei der Wunsch nach einem Handarbeitskreis laut geworden, berichtet sie. Im vergangenen Jahr fand man sich zusammen und habe beispielsweise Blumen für die Kirchengemeinde gefilzt. Pastor Thomas Kretschmann überbringt sie seither Jubilaren als keine Aufmerksamkeit, die immer gut ankomme, wie er berichtet. Gemeinsam habe man schon Buchumschläge, Taschen für das I-Pad, Schalen und auch Türstopper gefilzt. Der Fantasie seien keine Grenzen gesetzt.

 

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