Kritzkow : Seniorenwohnen auf dem Pfarrhof

Kathrin Mawick plant altengerechtes Wohnen mit Betreuungsangebot in einem Neubau und im Pfarrhaus in Kritzkow

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31. Juli 2014, 06:00 Uhr

Auf dem Pfarrhof in Kritzkow soll wieder Leben einziehen. Jahre ist es her, dass der Pastor im Ruhestand auszog. Nun will Kathrin Mawick (44) altersgerechtes Wohnen mit einem Betreuungsangebot auf dem Pfarrhof etablieren. Dazu soll ein Neubau entstehen. Das Pfarrhaus wird nach und nach saniert. Als erstes soll das 255 Jahre alte Gebäude ein neues Dach erhalten. Das kann schon bald geschehen.

„Mein Vater hatte die Idee schon vor vielen Jahren“, erzählt die Kritzkowerin. Pfarrhaus oder Schule waren damals in Betracht gezogen worden. Aber das Pfarrhaus bekam einen neuen Eigentümer und große Teile der Schule sind inzwischen längst abgerissen. Die Idee aber ließ Hans-Jürgen Mank (67) nicht mehr los. „Der Bedarf ist da. Davon sind wir überzeugt“, betont Kathrin Mawick. Es gebe inzwischen viele Angebote in den Städten, aber nicht jeder wolle in die Stadt, ist sie sich sicher. Man habe sich umgehört und umgesehen und sei zu dem Schluss gekommen es jetzt anzupacken.


Gemeinschaftsräume im Pfarrhaus


Das Pfarrhaus und die dazugehörigen rund 1,4 Hektar Land seien geradezu ideal für das Vorhaben, schwärmt Hans-Jürgen Mank. Dort, wo einst die Pfarrscheune stand – Reste der Grundmauern sind noch erhalten –, soll ein Neubau in zwei Etappen mit je acht kleinen Wohnungen errichtet werden. Im Pfarrhaus selbst könnten noch einmal vier Wohnungen entstehen. Die untere Etage, so berichtet Kathrin Mawick, soll Gemeinschaftsräume beherbergen. Hier soll man sich treffen, plaudern, essen, Kaffee trinken oder mit den Verwandten einen Geburtstag feiern. „Die Leute wollen sich treffen“, sagt Kathrin Mawick, die sich selbst um die Bewohner kümmern und die notwendige Betreuung für sie organisieren will. „Das liegt mir“, denkt sie und verweist auf Erfahrungen aus den vergangenen Jahren mit ihrer Großmutter. „Der Traum wäre natürlich eine Arztpraxis“, fügt die 44-Jährige hinzu und wäre schon zufrieden, wenn ein Allgemeinmediziner aus der Umgebung Sprechstunden in Kritzkow anbieten könnte. Reservieren will sie Räume für Friseur, Fußpflege oder Kosmetik.

Mit Blick auf enorme Kosten, die für die Sanierung des Pfarrhauses veranschlagt werden müssen, soll zunächst das Dach erneuert und die untere Etage renoviert und modernisiert werden. Am liebsten möchte Hans-Jürgen Mank noch im August beginnen. Der Kritzkower, der seine Gerüstbaufirma vor Jahren an den Sohn übergab und sich jetzt auch aus der Politik zurückzieht, geht mit großem Elan an das Projekt seiner Tochter, die er nach Kräften unterstützen wird.

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