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Demografischer wAndel : Senioren aus dem Umland zieht es nach Krakow am See

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Arbeitsgruppe „Seniorenfreundliche Stadt Krakow am See“ legt der Stadtvertretung Analyse zu den Wohnwünschen älterer Menschen vor

svz.de von
erstellt am 29.Jan.2014 | 23:00 Uhr

Die „außerparlamentarische Fraktion“ der Senioren bestimmte am Dienstagabend die Sitzung der Krakower Stadtvertretung entscheidend mit. Dabei ging es um Bedürfnisse und Wohnwünsche älterer Menschen als Teil des Konzeptes „Seniorenfreundliche Stadt Krakow am See“ – ein ordentlicher Tagesordnungspunkt, und vorab in der Bürgerfragestunde um die Ampelanlagen B 103/Wilhelm-Pieck-Straße sowie B 103/Ernst-Thälmann-Straße (siehe Beitrag unten).

Norbert Schlesiger trug den Stadtvertretern die Bedürfnisse und Wohnwünsche älterer Menschen als Teil der Konzeption „Seniorenfreundliche Stadt Krakow am See“ vor. Die Arbeitsgruppe, der er vorsteht, empfiehlt das Projekt Schulstraße/Fischerstraße – hier könnte seniorengerechter Wohnraum entstehen – planerisch in diesem Jahr anzugehen, das Haus Plauer Straße 28 möglichst in diesem oder im nächsten Jahr zu sanieren sowie weitere mögliche Standorte für die Errichtung von altersgerechtem Wohnraum zu prüfen. Denkbar wäre auch die Seewiese zwischen Bolzplatz und Kleingartenanlage und die ehemalige Sportplatzanlage. „Das kann die Wokra nicht allein bewältigen, auch private Investoren sollten angesprochen werden“, so Schlesiger. Fraktionen und Ausschüsse sollten sich mit dem vorgelegten Konzept beschäftigen. Die Arbeitsgruppe möchte gern weiter einbezogen werden.

Erarbeitet hat die Gruppe die Empfehlungen auf der Grundlage einer Bedarfsanalyse speziell für altersgerechten Wohnraum. Es folgte eine Fragebogen-Aktion, in die rund 800 Haushalte in der Stadt, in Bellin, Groß Grabow und Dobbin einbezogen wurden. 63 Fragebögen waren ausgefüllt zurückgekommen. „Insgesamt können wir uns so auf Aussagen von über 100 Personen stützen“, sagte der Arbeitsgruppen-Vorsitzende. Die Auswertung ergab u.a., dass mehr als die Hälfte der Bürger, die sich an der Umfrage-Aktion beteiligten, sofort umziehen würde. Fast alle würden eine Wohnung im innerstädtischen Bereich suchen. Dabei seien Wohnungsgrößen zwischen 45 und 55 Quadratmetern vorrangig gefragt. Wichtig bei der Ausstattung seien Barrierefreiheit sowie Terrasse oder Balkon aber auch seniorengerechte Serviceangebote.

Bürgermeister Wolfgang Geistert quittierte das Vorgetragene zunächst mit Wohlwollen: „Schön, dass Krakow als Wohnstandort so begehrt ist.“ In der Tat sei der Leerstand von Wohnungen in der Stadt sehr gering. Nicht einfach aber sei die Erfüllung des Wunsches nach altersgerechtem Wohnraum. „Für den Neubau fehlt eine staatliche Förderung“, merkte Geistert an. Aus dem Programm der Städtebauförderung sei nichts mehr zu erwarten. Das Kapitel sei für die Stadt so gut wie abgeschlossen. Ein neues, wie auch immer geartetes Programm sei nicht in Sicht. Dennoch: Der Bedarf sei gegeben. Die Wohnungsgesellschaft der Stadt werde daran arbeiten, fasste Geistert zusammen.

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