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Haustierpark : Seltene Ziegen: Freude über Nachwuchs

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Haustierpark Lelkendorf will bedrohte Jämtlandziegen aus Schweden retten

Erst seit kurzem sind die vom Aussterben bedrohten Jämtlandziegen im Haustierpark Lelkendorf zu bestaunen, doch bereits kurz nach ihrer Ankunft gab es Nachwuchs: zwei niedliche Böckchen. „Und auch das zweite Muttertier wird demnächst noch Nachwuchs präsentieren“, freut sich Tierparkleiter Jürgen Güntherschulze. Einen Bock und zwei weibliche Tiere dieser seltenen, schneeweißen Ziegenrasse hatte der Haustierpark Lelkendorf, Zuchtzentrum für alte und gefährdete Haus- und Nutztierrassen in der Mecklenburgischen Schweiz, vor kurzem bekommen.

Weiß, Schnee und Skandinavien – das passt irgendwie gut zusammen. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass diese attraktive Ziegenrasse aus Schweden, genau gesagt aus der Provinz Jämtland in Nordschweden stammt. Dort wird sie vorrangig als Milchziege gehalten. Es handelt sich um Nachkommen der schwedischen Landrasse, die auch mit weißen norwegischen Ziegen eng verwandt sind. „Da Jämtlandziegen nie eine große Verbreitung hatten, ist ihr Bestand heutzutage stark gefährdet“, sagt Jürgen Güntherschulze. Nur drei zoologische Gärten und der Haustierpark Lelkendorf halten diese Ziegen. Es gibt kurzhaarige und langhaarige Jämtlandziegen, so wie die Tiere in Lelkendorf. Böcke haben starke, ausladende Hörner, die weiblichen Tiere nur kurze Säbelhörner. Jämtlandziegen sind sehr zutraulich und lassen sich leicht aus der Hand füttern.

„Wenn es gelingt, diese seltenen Ziegen in Mecklenburg-Vorpommern zahlenmäßig voranzubringen, so sollen diese Ziegen eventuell in einem geplanten Landschaftspflege-Programm eingesetzt werden“, erläutert der Tierparkleiter. „Das würde wesentlich zur Absicherung der Generationsfolgen der bisher kleinen deutschen Population beitragen.“

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