Haustierpark Lelkendorf : Seltene Maori-Schweine im Tierpark

Das neue Schweinepärchen in Lelkendorf. Kune Kune Schweine aus Neuseeland sind äußerst selten.
Foto:
Das neue Schweinepärchen in Lelkendorf. Kune Kune Schweine aus Neuseeland sind äußerst selten.

Neue, uralte Schweinerasse aus Neuseeland zieht in Lelkendorf ein

Seit kurzem ist im Haustierpark Lelkendorf eine neue, uralte Schweinerasse eingezogen. Es ist das so genannte Kune Kune Schwein aus Neuseeland. „Über einen Züchterkollegen hat unser Park nun erstmals ein Zuchtpaar dieser sehr seltenen Schweinerasse erhalten“, sagt Tierparkleiter Jürgen Güntherschulze.

Die noch namenlosen, pummeligen und 70 bis 100 Kilogramm schweren Schweine sind sehr zutraulich, völlig entspannt und freundlich im Umgang, was sicherlich auch Folge der historisch-traditionellen Haltungsform und engen Tier-Mensch-Beziehung in den Urwalddörfern der neuseeländischen Urbevölkerung, der Maoris, war, informiert Güntherschulze. „Fett und rund zu sein war nie etwas Negatives, wie heutige Betrachter solcher Tiere es vielleicht sehen könnten. Ganz im Gegenteil: Wer es sich leisten konnte, viele Schweine zu besitzen (,Viel Schwein’) und diese sehr fett waren, der hatte Glück (,Glücksschwein’), weil er damit in Notzeiten die Familie und auch viele Kinder satt machen konnte“, erzählt der Tierparkleiter und hofft, dass die neuen Schweine den Besuchern gefallen werden.

Ende der 1970er-Jahre waren Kune Kune Schweine in Neuseeland fast ausgestorben. Wenige Tierliebhaber begannen damals eine Erhaltungszucht dieser neuseeländischen Rasse vor Ort. Weltweit schätzt man den Bestand dieser interessanten Schweine auf ca. 900 Tiere, in Deutschland gibt es allerdings nur wenige Züchter für dieses mittelalterliche Schwein.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen