zur Navigation springen

Lohmen beschließt Haushalt 2012 mit einem Plus : Selten: Gemeinde gibt Land Geld

vom

Das gibt es selten: Die Gemeinde Lohmen gehört zu den wenigen Gemeinden, die an das Land Geld zahlen. Der Grund: Sie haben genug Einnahmen.

svz.de von
erstellt am 02.Dez.2012 | 07:21 Uhr

Lohmen | Paukenschlag in Lohmen und selten im Land: Die Gemeindevertreter beschlossen zwar jetzt erst den Haushalt für 2012. Das aber seit Jahren das erste Mal wieder mit einem Plus. "Dadurch haben wir liquide Mittel von 36 000 Euro", erklärt Bürgermeister Bernd Dikau. Damit ist, wie Dikau bestätigt, die Gemeinde Lohmen eine der wenigen "Geber-Gemeinden" im Land. Außerdem erhält sie vom Land deshalb keine Schlüsselzuweisungen. Das "Geben" bedeutet, dass Lohmen laut Finanzausgleichsgesetz 30 Prozent seiner Einnahmen an das Land abführt. Dikau: "Das müssen und können wir und trotzdem ernähren wir uns von unseren Steuern, vorwiegend von Gewerbesteuern." Dieses Jahr seien das 720 000 Euro, Tendenz steigend, so der Bürgermeister. Dikau weiter: "Das ist aber nicht plötzlich geschehen, sondern die finanzielle Struktur ist bei uns gewachsen. Außerdem haben wir nicht die Füße hoch gelegt und auf Schlüsselzuweisungen vom Land gewartet." Die hätten Lohmen wie andere Gemeinden beweisen aber auch nicht weiter geholfen, ist Dikau überzeugt.

Das Geld, was die Gemeinde nun in der Kasse habe, könne sie natürlich gut gebrauchen, betont er. Dadurch hat die Gemeinde z.B. ihre Eigenmittel für die Flurneuordnung.

Der größte Steuerzahler in der Gemeinde ist die Firma UKA, Umweltgerechte Kraftanlagen, mit ihrem Geschäftsführer Peter Jachmann, die in Lohmen ihren Hauptsitz und Standorte in Rostock, Cottbus und Meißen hat. Weil das Unternehmen sich vermutlich weiter gut entwickeln werde, geht Dikau auch 2013 von einem positiven Haushaltsergebnis aus. "Der Plan zeigt uns jetzt schon, dass es 40 000 Euro sind." Für ihn jetzt schon ein sicheres Polster, das aber noch weiter wachsen soll. Dikau: "Damit können wir weiter investieren, z.B. in den Straßenbau. In Gerdshagen wollen wir in der Flurneuordnung eine weiteren Abschnitt fertig stellen." Auch für die Dorferneuerung sind dann Mittel da. Im Plan stehen 2013 die Rekonstruktion der Kita und die Sanierung der Friedhofskapelle auf dem Friedhof Lohmen. "Da hoffen wir aber auch auf Förderung durch das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt, so Dikau.

Bleiben die freiwilligen Leistungen, die die Gemeinde bei dieser Aussicht ebenfalls sichern kann: für die Frauentagsfeier, den Seniorenausflug, die Blumensträuße zu Jubiläen, für die Feuerwehr und den Jugendklub.

Mit diesem Ergebnis für 2012 und den Blick aufs kommende Jahr hakt Dikau auch das Hin und Her um den Aufschub der Etatdiskussion bis ans Jahresende ab. Daran seien die Einführung der doppelten Haushaltsführung im Amt und Steuerbescheide von anderen Ämtern, die geklärt werden mussten, schuld gewesen, um den Haushalt aufzustellen, so Dikau.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen