zur Navigation springen
Güstrower Anzeiger

19. November 2017 | 00:42 Uhr

„Ehrensache“ : Segler-Ehepaar im Ehrenamt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

SVZ-Serie „Ehrensache“: die Güstrower Regine und Klaus Schebeko sind seit Jahrzehnten im Wassersportverein Güstrow 1928 aktiv

Häufig sind Regine (67) und Klaus Schebeko (69) auf dem Gelände des Wassersportvereins Güstrow 1928 „WVG“ zu finden. Seit Jahrzehnten gehören sie zu denen, die sich hier ehrenamtlich engagieren. Während Klaus Schebeko für die Finanzen zuständig ist, wirkt Regine Schebeko unter anderem in der Wettfahrtleitung des Vereins mit.

„Es ist mein Ausgleich zum Alltäglichen“, sagt Regine Schebeko, die seit einigen Jahren im Ruhestand ist. Diese Zeit weiß das Ehepaar gut zu nutzen und ist ganz und gar nicht müßig. Klaus Schebekos Leidenschaft ist schon seit 1957 das Segeln. Als Schüler war er begeisterter Segler bei Empor Güstrow. „Bis zum Abitur bin ich voll gesegelt. Da waren so zwölf bis 15 Regatten im Jahr zu absolvieren“, erzählt er. In der Studienzeit habe er etwas kürzer treten müssen. In Rostock studierte der gebürtige Güstrower angewandte Mechanik und war dann als Entwicklungsingenieur für Propeller-Entwicklung im Dieselmotorenwerk Rostock tätig. Doch auch zu dieser Zeit war Klaus Schebeko regelmäßig im Verein und auf dem See anzutreffen. Sein Hobby behielt er auch während der Arbeit im Landmaschinenbau und in der Kreisverwaltung.

Regine Schebeko ist ebenfalls gebürtige Güstrowerin. Zuerst Landmaschinenbauer gelernt, setzte sie sich später noch einmal auf die Schulbank, um schließlich als Lehrer und Erzieher zu arbeiten. Einige Jahre war sie an der Dimitroff-Schule tätig. 1974 heirateten Regine und Klaus Schebeko und so wurde das Hobby des Mannes auch zu ihrem. Zuerst sorgte sie für die Verpflegung der Männer. Da bei Klaus Schebeko aber ständig die Vorschotmänner wechselten, kam sie auf einen folgenschweren Gedanken. „Ich kann das doch auch lernen“, war sie damals sicher. Die Feuertaufe Ende der 1970er-Jahre in Teterow sei keinesfalls leicht gewesen. „Aber wir haben es geschafft und weiterentwickelt“, freut sich die zweifache Mutter.

Als Team blieben sie also nicht nur in der Familie zusammen, sondern segelten zusammen im Pirat-Boot und wurden unter anderem Bezirksmeister. Damals sei es sehr selten gewesen, dass gemischte Mannschaften bei Wettfahrten antraten. „DDR-weit gab es nur zwei oder drei“, sagt Klaus Schebeko. Der 69-Jährige ist bereits zu früheren Zeiten im Segelverein in der Sektionsleitung tätig gewesen und war der Verbindungsmann zur Betriebssportgemeinschaft.

Nach der Wende wurde auch für Vereine vieles neu. Mit Blick auf die Geschichte wurde der WVG 1928 wiederbelebt. Und natürlich war es für Klaus Schebeko keine Frage, auch hier wieder aktiv zu sein. „Jahrelang konnte ich mit einem vereinseigenen Boot segeln. Durch meine aktive Mitarbeit konnte und wollte ich dem Verein wieder etwas zurückgeben“, sagt er.

Regine Schebeko folgte vor etwa 15 Jahren diesem Beispiel. Wenn Schulklassen kommen, ist sie als Pädagogin im Einsatz und übernimmt bei Veranstaltungen die Organisation rund um die Verpflegung. „Es ist für mich wichtig, mittendrin unter Menschen zu sein“, sagt die 67-Jährige.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen